Fraßschutz – einfach und schnell selbst gemacht

Eimer1Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht…

Das heißt aber nicht, dass man den Krug bzw. heutzutage den Putzeimer gleich wegwerfen muss. Viele Dinge, die nicht mehr funktionieren, kann man dennoch weiter benutzen – und zwar zweckentfremdet für ganz andere Dinge. Das heißt jetzt allerdings nicht, dass man alles aufheben muss, nur weil man es irgendwann für irgendwas „verbasteln“ möchte. Damit wäre dem Messitum Tür und Tor geöffnet. Als aber unser alter Putzeimer das Zeitliche segnet, landet er keineswegs in der Mülltonne. Zumindest nicht vollständig.

Mir fällt ein Basteltipp ein, den ich vor einigen Jahren auf einem Vortrag gehört habe. Und da ich viele der Ideen, die ich bei solchen Gelegenheiten höre, gern ausprobiere, wird auch dieser Eimer in meinem Schildkrötengehege verbaut. Zumindest für eine gewise Zeit. Schon mehrfach habe ich auf dieser Seite mein KISS-Prinzip vorgestellt. Nach wie vor gilt: Keep it simple and stupid – schnell und einfach muss alles gehen, egal ob ein Lamellenvorhang oder eine Gehegeabtrennung. Linkshänder mit zwei rechten Händen haben’s nicht so mit handwerklicher Geschicklichkeit. Entsprechend sparsam sehen manche Dinge aus, die ich baue, aber hier zählt zunächst Funktionalität, und dann kommt die Optik. Den Schildkröten ist es egal, ob’s schmuck ausschaut oder nicht. Und die Nachbarn auf der anderen Seite des Zauns haben da nichts mitzureden…

Aus dem alten Putzeimer ist in zwei Minuten ein perfekter Fraßschutz für Keimlinge oder Jungpflanzen geworden. Und das geht so:

Eimer2

Der Eimer wird mit Hilfe eines scharfen Messers einfach zerschnitten. Es empfiehlt sich dabei, nicht unbedingt das beste aller Küchenmesser zu nehmen, wenn man Streitigkeiten innerhalb der Familie vermeiden will.

Eimer3

Die Schnitthöhe richtet sich nach der Größe der Tiere, die man von den Pflanzen fernhalten will, und natürlich nach der Größe der Pflanzen, die man schützen will. Außerdem muss man natürlich daran denken, dass ein Teil der Eimerwand in der Erde verschwinden muss, damit das Ganze einigermaßen stabil befestigt ist. Fertig ist der Fraßschutz.

Jetzt müssen nur noch die Keimlinge aus der Erde kommen. Und wenn die Pflanzen zum Fressen freigegeben sind, kommt die „Eimerwand“ einfach in den Müll. Oder auch nicht, vielleicht kann man die ja noch für irgendwas gebrauchen…
Eimer4

Text und Bilder: Lutz Prauser. Alle Rechte beim Autor

3 Kommentare


  1. Hallo Lutz,

    super Idee :-) Man kann die Eimer ja dann im nächsten Jahr wieder verwenden. Es gibt ja immer was zu schützen ;-)

    Danke und SG Geli


  2. Hallo Lutz,

    tolle Bauanleitung und klasse Idee. Die einfachsten Dinge sind oft die Besten

    Barbara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen, speichert das System automatisch folgende Daten: Ihren Namen oder Ihr Pseudonym (Pflichtangabe / wird veröffentlicht)

1. Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtangabe / wird nicht veröffentlicht)
2. Ihre IP (Die IP wird nach 60 Tagen automatisch gelöscht)
3. Datum und Uhrzeit des abgegebenen Kommentars
4. Eine Website (freiwillige Angabe)
5. Ihren Kommentartext und dort enthaltene personenbezogene Daten

Achtung: Mit Absenden des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und die IP-Adresse nur zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden. Weitere Informationen zu Akismet und Widerrufsmöglichkeiten.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.