Naturschutzgesetz in Rheinland-Pfalz mit Regelungen für Wildtierhalter

Novellierung des Naturschutzgesetzes in Rheinland-Pfalz mit neuen Regelungen für Halter von Wildtieren, zu denen auch Schildkröten gehören.
Der Schutz der Natur- und Tierrechte sowie die öffentliche Sicherheit liegen allgemein in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer. In den letzten Jahren wird hier zunehmend die Haltung von Wildtieren (zumeist unter dem Schlagwort „Exoten“) immer stärker reguliert und eingeschränkt. Im Rahmen der Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, kommt es jetzt auch in diesem Bundesland zu einer Regulierung:
Die Novelle, die jetzt durch den Ministerrat des Landes abgesegnet wurde, verzichtet allerdings auf Verbote und setzt auf die Sachkunde der Halter. Zukünftig soll die Sachkunde der Tierhalter beispielsweise durch einen erfolgreich bestandenen Kurs oder die Mitgliedschaft in einer anerkannten Vereinigung belegt werden. Dies gilt insbesondere für geschützte Arten, aber auch für sogenannte „Gefährliche Tiere“ wie beispielsweise Gift- und Riesenschlangen sowie Krokodile.
„Im Vorfeld fanden fruchtbare Gespräche mit Vertretern der DGHT statt, und es ist sehr erfreulich, dass eine handhabbare Lösung mit dem Ziel tiergerechter Haltung ohne Verbote gefunden wurde“, so Peter Buchert, Präsident der DGHT. „Tausende Publikationen zeigen, dass die Haltung und Zucht von Amphibien und Reptilien sehr gut möglich ist. Ein Sachkundenachweis ist ein guter Weg die – allgemein bereits ohnehin hohen –Kenntnisse der Tierhalter zu belegen.“ Eine Vorbildfunktion dieser Regelung für andere Bundesländer ist aus Sicht des Vereins wünschenswert.
Die DGHT bietet bereits seit Jahren eine freiwillige Sachkundeprüfung an und wird ihre Mitglieder über die zukünftige Umsetzung der Novelle des Naturschutzgesetzes informieren.

Zum Hintergrund:
Die DGHT e.V. (ein seit 1918 bestehender Zusammenschluss aus Wissenschaftlern, Zoobiologen, Tierärzten und privaten Haltern und weltweit größte Organisation dieser Art) unterstützt die Belange des Artenschutzes, die wissenschaftliche Forschung und die sachkundige Pflege von Amphibien und Reptilien. Aufgrund ihrer Naturschutzarbeit ist die DGHT zudem als sachverständige Organisation nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) anerkannt

Quelle: Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Terraristik und Terrarienkunde

Foto: LutzPrauser

1 Kommentar


  1. Was ich lese da geht es nur ums Geld und nicht um die Tiere. Ein H. Buchert drängt ja schon lange darauf das jeder ein Sachkundenachweiß machen muss. Wer macht die Kurse z.b.? Zufällig ein H. Buchert.
    Jetzt sollen Halter die schon 25jahre und mehr solche Tiere haben nachweisen das Sie das können die aber mehr über ihre Tiere wissen als manch anderer der das verlangt.
    Krönung ist natürlich wenn man Mitglied ist in z.b. DGHT oder anerkannten Vereinigung dann hat man automatisch den Nachweis zur Haltung. Was hat eine Mitgliedschaft mit einem wissen über Haltung von z.b. Reptilien zu tuen?? Also wieder nur Geldsache.
    Schaut man sich die Fragen zum Sachkundenachweis an so ist das ein zusammengewürfelter Fragenkatalog ohne jeglichen Bezug auf die eigentlichen Belange der einzelnen Tierarten der Halter. Was hat der Halter von Schlangen ein Interesse an der Haltung von z.b. Schildi. Grundverschiedene Haltungen aber alles im Katalog der Fragen. Von jedem ein wenig,Hauptsache was gemacht und wenn es keinen Sinn hat außer Unsinn.
    Es geht doch nur um die Daseinsberechtigung mancher Personen und nicht um Tierschutz. Wenn z.b.einem Huhn laut Gesetzt noch nicht mal ein Platz von 1x1M zusteht dann muss ich schon fragen was unter Tierschutz verstanden wird. So was jedenfalls nicht.
    gez
    Fass H.

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