„Vier Pfoten“ lügt über Reptilienhaltung – dght-Pressemeldung

Die private Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ aus Österreich (vor deren deutschem Ableger die Stiftung Warentest in ihrem Heft von 12/2013 wegen mangelnder Transparenz und wirtschaftlicher Ineffizienz warnt („Alles für die Katz?“ S. 10-13) verzeichnet jedes Jahr Millionenumsätze und ist durch mitleidheischende Spendenkampagnen bekannt.
In einer Pressemitteilung vom 9. Januar 2014 verwendet „Vier Pfoten“ die Ergebnisse einer französischen Studie um vor Gesundheitsgefahren durch Terrarientiere zu warnen und behauptet, dass Reptilien als Heimtiere ungeeignet sind.

Aus dem Zusammenhang gerissen, wird eine besonders große Gesundheitsgefahr durch die Übertragung von Erregern von Reptilien suggeriert. „Vier Pfoten“ unterschlägt hierbei, dass Zoonosen durch alle Heim- und Nutztiere und viele tierische Produkte möglich sind. Bei den wechselwarmen Reptilien ist eine Übertragung sogar viel eher unwahrscheinlicher als eine Infektion durch Säugetiere (z.B. durch Hunde oder Katzen) oder beispielsweise Ei- und Geflügelprodukte!
Eigentlich übliche Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen, schützen bereits wirkungsvoll vor möglichen Infektionen und von einer besonderen Gefahr zu sprechen ist unhaltbare Meinungsmache.

Die von einer „Vier Pfoten“-Mitarbeiterin aufgestellte Behauptung, dass man den Bedürfnissen von Terrarientieren im Haushalt nicht gerecht werden kann, ist schlicht unwahr. Ganz im Gegenteil ist eine tiergerechte Haltung von Reptilien sehr gut möglich, was durch eine Vielzahl von Studien und Publikationen belegt ist.

Verschiedene Tierrechtsorganisationen versuchen – aus ideologischen Gründen – bereits seit Jahren auf unterschiedlichen Wegen die Haltung von „Exoten“ (zu denen bei genauer Definition auch Aquarienfische, Hamster, Meerschweinchen und Wellensittiche gezählt werden müssen) in Zoos und bei Privatpersonen ganz erheblich einzuschränken oder abzuschaffen. Aktuell verfolgen sie dieses Ziel u.a. mit einem Verweis auf Gesundheitsgefahren in der politischen Lobbyarbeit auf Landes- und Europa-Ebene.

Die DGHT e.V. (ein seit 1918 bestehender Zusammenschluss aus Wissenschaftlern, Zoobiologen, Tierärzten und privaten Haltern und weltweit größte Organisation dieser Art) verurteilt dieses Vorgehen scharf und betont, dass die sachkundige Pflege von Terrarientieren durchaus möglich ist und die private Tierhaltung von Reptilien keiner weiteren Einschränkung bedarf.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde. Foto: Lutz Prauser

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