Die Pünktchengeschichten

Der nachfolgende Bericht wurde erstmals auf Petra Kösterkes Internetseite ttp://www.landschildkroetenbabies.de/ veröffentlicht. Er erscheint hier in leicht veränderter Form mit ausdrücklicher Genehmigung der Autorin Kristina Röttger und der Seitenbetreiberin Petra Kösterke, von der auch die Fotos stammen. Wir bedanken uns für die diese Genehmigung. Wir zeigen in diesem Beitrag nur zwei Seiten aus dem Buch der Pünktchengeschichten. Mehr Material finden Sie auf der Internetseite von Petra Kösterke, dort unter der Rubrik „Berichte“.
Das besonders Reizvolle an diesem Bericht ist, wie Grundschulkinder ganz früh an ein spannendes Thema herangeführt werden können: Schildkröten. Woher kommen sie? Wie sehen sie aus? Was können sie? Wie muss man mit ihnen umgehen? In diesem sehr praxisnahen Unterricht lernen Kinder die Wertschätzung und den Respekt gegenüber Tieren und deren Bedürfnissen.

Wie es zu den Pünktchen-Geschichten kam
von Kristina Röttger

Im Laufe des 2010/11 Schuljahres habe ich den Kindern in meiner ersten Klasse immer wieder Geschichten von Fischbrötchen – Aus dem Leben einer naseweisen Schildkröte  von Frederik Vahle vorgelesen, die die Kinder mit Begeisterung gehört haben.  Wenn Sie sich auch begeistern lassen möchten: Hier ist der Link zu einer Leseprobe. Manche Kinder hatten auch schon mal dazu gemalt oder kleine Geschichten geschrieben.
Als dann Pünktchen geboren war, hatte ich die Idee, dass die Kinder nun zum Ende des ersten Schuljahres ihr eigenes Schildkrötenbuch schreiben könnten. Aber eben mit Geschichten von Pünktchen.  Die Schwierigkeit, Kinder zum Schreiben zu motivieren besteht darin, dass man ihr Innerstes erreichen muss. Da kam mir die  Eierschale, aus der Pünktchen geschlüpft war, schon ganz recht.
Die verschiedensten Fotos vom Schlupf bis hin zur geschlüpften Schildkröte sollten die Aktion Geschichtenwerkstatt unterstützen. Die ausgedruckten Fotos habe ich auf kleine Karten geklebt. Außerdem gab es Karten mit je einem Wort drauf (Kopf,  Schwanz, weiß, Nasenlöcher, Zehen, Mund, klein, niedlich, Zunge, Augen, Beine, spannend und Pünktchen).

In einer von mir festgelegten Reihenfolge durften die Kinder nun der Reihe nach je eine Karte ziehen und sie im Sitzkreis den anderen Kindern vorstellen. Die erste Karte war Pünktchen und dann folgten erst einmal nur Karten mit Wörtern. Die Bildkarten verrieten mit jedem Bild mehr und ließen die Kinder erahnen, was das wohl werden würde bzw. sein könnte.
So mutmaßten sie hin und her. Die Wörter grenzten ja in keinster Weise ein, aber als das Ei-Bild zu sehen war, da schien es völlig logisch zu sein, dass es sich um ein Küken handeln musste. Aber bereits ein paar Bilder weiter wurde diese Vermutung durch die Schildkrötenhaut verworfen.
Ein Kind rief: „Das ist eine Schlange. – Bestimmt.“ Sofort waren alle davon überzeugt. Nur ein kleiner Junge stellte fest, dass Schlangen keine Beine haben. Also wurde weiter gerätselt. Unser Dinosaurierexperte gab auf meine Frage, ob das wohl ein
Dino sein könnte, die Antwort: „Nein, das sieht anders aus wenn die schlüpfen.“
Erst ganz zum Schluss – beim vorletzten Bild – war dann klar, dass es sich nur eine Schildkröte handeln konnte. Nun lüftete ich das Geheimnis und erzählte den Kindern, dass am Tag zuvor Julius Schildkrötenbaby geschlüpft sei und dass es Pünktchen hieße. Die Bilder vom Ei bis zum Schlupf hängte ich im Din-A 4 – Format an unsere Pinnwand. An der Tafel klebte ein riesiges Bild von Pünktchen.
Und nun waren die Kinder nicht mehr zu stoppen, als ich ihnen vorschlug, dass sie nun die Autoren von einem Geschichtenbuch
über Pünktchen werden sollten. Mit Feuereifer stürzten sich die Kinder in ihre Arbeit. Natürlich stand für einige Kinder sofort fest, dass Pünktchen Fischbrötchen treffen würde.
Und so entstanden unsere ersten Geschichten zu unserem Buch.
Und nach den Sommerferien wird es noch mehr zu berichten geben, denn wenn es das Wetter zulässt werden wir zu mir nach Hause wandern und die Kindern lernen nicht nur Pünktchen, sondern auch die anderen beiden Babies (Sylvester Politessa und  Mik Polyjaster) und die drei Großen (Amy Sunshine, Sternchen und Coco Deal Tasha) kennen.

Text und Bilder: Kristina Röttger, alle Rechte bei der Autorin

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