Verbot von Wildfang-Importen und gewerblichen Börsen – Der Koalitionsvertrag

Schon bald können die militanten und dogmatischen Tierrechtsverbände einen weiteren Etappensieg auf ihrem unermüdlichen Kampf gegen Wildtierhaltung feiern. Wie Korallenriff.de berichtet, hat sich die SPD bei den Koalitionsverhandlungen in der Arbeitsgruppe Umwelt und Landwirtschaft durchgesetzt. In einer Pressemitteilung  vom 05. November 2013 über den Stand der Gespräche wird Ute Vogt (SPD)  zitiert: „Den Tierschutz werden wir deutlich verbessern. Der Handel mit und die Haltung von Tieren, insbesondere von Wildtieren, wollen wir bundeseinheitlich regeln.“
Weiter heißt es auf Korallenriff.de: Als am Montagabend die Arbeitsgruppe erneut zusammen kam, konnte sich die CDU mit dem BNA-Vorschlag anfreunden, die SPD lehnte jedoch erneut ab und war nicht bereit, einen Kompromiss einzugehen. Folgende Forderung steht jetzt festgeschrieben:

Wir verbessern den Wildtierschutz und gehen gegen Wilderei sowie den illegalen Wildtierhandel und deren Produkte vor; Handel mit und private Haltung von exotischen und Wildtieren regeln wir bundeseinheitlich. Import von Wildfängen soll grundsätzlich verboten und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden.
Dabei – so steht im aktuellen Newsletter der dght zu lesen, innerhalb der CDU die Thematik ganz anders eingeschätzt: Bei der BNA-Veranstaltung im vergangen Sommer gab es eine klare und unmissverständliche Aussage des dortanwesenden CDU-Bundestagsabgeordneten, Olav Gutting, dass die CDU keine Notwendigkeit darin sieht, die bestehenden guten und bewährten Regelungen zur Wildtierhaltung zu verändern. Auch die legale Einfuhr von Wildfängen und die ordnungsgemäße Durchführung von Tierbörsen waren kein Thema.

Die Folgen wären weitreichende Veränderungen für Tierhalter, insbesondere in den Bereichen Terraristik und Aquaristik.
Der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V. hat eine Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben und beiden Ausschußvorsitzenden zukommen lassen. Leider sind bei den Verhandlungen die Tierhalter und ihre Verbände nicht gehört worden. Statt dessen trägt die Polemik und Agitation des Deutschen Tierschutzbundes, PETA und Pro Wildlife Früchte. Bereits im April hatte sich die SPD deren Forderungen angeschlossen, ohne diese kritisch zu prüfen oder Gespräche mit Tierhaltern und deren Orangisationen zu suchen. „Selbst massive inhaltliche Fehler und nachweislich falsche Angaben wurden offensichtlich nicht überprüft, sondern im Original übernommen,  werfen nicht nur die Betreiber der Seite Korallenriff.de der SPD vor. Jetzt hat die SPD sich mit ihrem Ansinnen durchgesetzt und sich damit zum Handlanger des Tierschutzbundes und der anderen Organisationen gemacht – ohne sich Gedanken darüber zu machen.

Kontrollierte Naturentnahmen in angemessenem Umfang können durch das damit zu erzielende Einkommen für die einheimische Bevölkerung den Schutz der jeweiligen Tierart und die Verteidigung ihrer Lebensräume gegen schädigende Eingriffe bewirken und somit zum Artenschutz beitragen. argumentiert der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe . Zudem behindern Importverbote die Nachzuchtbemühungen von Züchtern und Liebhabervereinen. Für die Nachzucht stehen in der Regel nur kleine Zuchtpopulationen zur Verfügung. Fachleute sprechen von einem kleinen Genpool. Innerhalb einer kleinen Zuchtpopulation ergeben sich bereits nach wenigen Generationen enge verwandtschaftliche Beziehungen aller Exemplare. Es drohen dann sogenannte Inzuchtdepressionen, also beispielsweise Missbildungen. Ganz unabhängig davon ist die Existenz vieler bedrohter Arten nur durch Nachzuchten in Privathand sichergestellt, das betrifft Aquarienfische ebenso wie Reptilien- und Amphibienarten. Ebenfalls betroffen sind diverse Vogelarten und natürlich viele Wirbellose.

Dass der Druck auf die Wildtier-/Exotenhaltung in Deutschland zunimmt, ist nicht neu, jetzt zeigt sich so langsam, dass sich mittelfristig die Haltungsgegner durchsetzen werden. Denn Wildtierimportverbote auf Wildfang zu beschränken, wird diesen Gruppierungen nicht ausreichen. Sie fordern schon lange ein generelles Importverbot und das beträfe dann auch Farmzuchten. Bis zu einem generellen Handelsverbot ist es dann nur noch ein weiterer Schritt. Das Endziel ist benannt: Ein generelles Haltungsverbot von Wildtieren in Privathaushalten. Das generelle Tierhaltungsverbot wird zwar auch hin und wieder gefordert, lässt sich aber wohl politisch nicht durchsetzen.
Ob die für den Koaltionsvertrag ausgehandelten Importverbote für Wildfänge und das Verbot gewerblicher Tierbörsen rechtens ist, wird sich erst im Nachgang erweisen, denn es ist zu erwarten, dass Interessensverbände von Haltern und Händlern Klage gegen ein solches Gesetz einreichen werden. Ganz unabhängig davon würde ein Importverbot von Wildfängen auch gravierende Folgen für Zoos und Tierparks bedeuten, was ebenfalls ganz im Sinne der Tierrechtler ist.
So sieht das auch die dght: Im Newsletter heißt es: Das Importverbot verstößt gegen geltendes EU-Recht, und das Verbot der gewerblichen Tierbörsen fördert den unüberschaubaren Internethandel. Haltungsverbote treiben unbescholtene Bürger in die Illegalität, die mit Liebe und Sachverstand exotische Tiere pflegen.

 

Natürlich ist es leicht, wenn man nur eine oder zwei Schildkröten besitzt und diese vielleicht beim Züchter seines Vertrauens erworben hat, zu sagen: „Na und? Betrifft mich ja nicht. Ich halte weder Wildfänge noch kaufe ich auf einer gewerblichen Börse!“ Doch dieser Standpunkt ist sehr blauäugig und kurzsichtig – und er ist ein Tunnelblick auf die eigene Tierhaltung. Denn dieses Gesetzesvorhaben ist – wie gesagt – nur ein Etappensieg. Die zu erwartenden gesetzlichen Bestimmungen betreffen noch nicht die Schildkrötenhaltung, bzw. diese nur am Rande, wenn man zum Beispiel Tiere auf Börsen erwirbt. Der Akzent liegt aber hier auf dem noch nicht. Keiner weiß, was als Nächstes kommen wird. Aber eines ist sicher: Der Deutsche Tierschutzbund wird sich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden geben…

 

 

PS: Falls Sie in den kommenden Adventswochen um Spenden gebeten werden, denn das ist in dieser Zeit ja gang und gebe: Überlegen Sie bitte genau, ob sie Peta, ProWildlife dem Deutschen Tierschutzbund oder anderen Organisationen einen Euro spendieren und damit Vereine unterstützen, deren erklärtes Ziel es ist, (Wild)tierhaltung ganz zu verbieten.

7 Kommentare


  1. Ich stimme Herrn Saiko wieder voll zu.

    Ich habe mal auf der verlinkten Seite gestöbert. Die Kommentare dort lassen mich wirklich wütend werden. Wenn ich Tiere hier nicht nachzüchten kann, heißt es doch, dass sie sich nicht wohl fühlen / nicht artgerecht gehalten werden. Wenn über 90% der Seewasserfische im Handel nur aus Wildfängen bestehen, weil hier nichts nachgezüchtet werden kann, wo bleibt denn da der Tierschutz?!? Der weicht der gewünschten Artenvielfalt und der Clownfisch der im einen Moment noch eine Anemone im Ozean bewohnte, der darf bei Hans Müller im Aquarium schwimmen, wenn er den Transport und den Stress verkraftet… Warum muss man Tiere aus ihrer Natur holen, damit jede Privatperson sie gefangen halten kann? Sowas macht mich wirklich wütend!

    Ich sehe das ganz einfach: Wildfänge sollten nicht an Privatleute verkauft werden dürfen! Was Artenschutzprogramme, Zoos und sonstige Stellen tun dürfen, ist ein anderes Blatt Papier und ich denke für so etwas gibt es dann schon Regelungen.

    Man kann Tierschutz und Haltung von Reptilien auch vereinen. Es sitzen genug Tiere in Auffangstationen und es gibt genug Nachzuchten. Ich persönlich möchte nicht behaupten, dass meine Tiere vorher die freie Welt kannten und nun leider bei mir gefangen sind!

    Von der erbärmlichen Haltung mancher Tierbesitzer mal abgesehen… Hier wird ja auch nur in seltensten Fällen irgendwas kontrolliert.

    Ich bin auch sehr enttäuscht von der Seite hier. Und vor allem bin ich enttäuscht von den Vereinen/Verbänden für Reptilienhalter die es nicht schaffen mit Tierschutzorganisationen in eine Richtung zu gehen. Denn eigentlich wollen alle das gleiche Ziel: Kein Leid bei den geliebten Tieren! Austausch würde hier mehr helfen als gegenseitiges Wettern!

    In diesem Sinne.
    Liebe Grüße
    Anna


  2. Hallo!
    Die bekannte Wiederholung des Standpunktes des ZZF macht seine Argumentation nicht deshalb weniger fragwürdig. Gern würde ich auch von Vertretern der anderen Seite ihre Positionen hören. Warum finden sie auf dieser Seite kein Gehör? Wen oder was vertretet Ihr?
    Um sich eine Meinung bilden zu können, muß ich doch alle Seiten hören und nicht nur die, die mir gefallen.
    Richtig ist, dass man Menschen ein Auskommen sichert, wenn sie Wildtiere abfangen. Ich frage aber, ob es das 1. rechtfertigt und 2. wer hier eigentlich sein Auskommen wirklich sichert. Reich ist vom Absammeln von Reptilien und Amphibien noch kein Einheimischer geworden, Händler aber schon…
    Und sei es darum, was ist mit gestrengeren Haltungsvorschriften?
    „… die von Millionen Heimtierbesitzern verantwortungsvoll ausgeübt werden.“
    Und Millionen tun es eben nicht, wie gerade Fachtierärzte und langjährige Halter wie ich berichten können.
    Versteht mich nicht falsch, ich sehe durchaus einen Sinn in der Haltung von Wildtieren in privaten Händen zur Arterhaltung und zur Sensibilisierung für Flora und Fauna. Aber so, wie der Handel derzeit durch freien Verkauf an jedem “ Hinz und Kunz“ Wildtiere verscherbelt, ist es eben nicht im Sinne einer verantwortungsvollen Haltung. Jeder kennt die dahin siechenden SK im Baumarkt oder sogenannten „Fachgeschäften“ auf trockenen Buchenspänen mit Tomate und Eisbergsalat. Das ist heute immer noch traurige Realität in fast allen Zoofachgeschäften. Wie können Sie, wie könnt Ihr so etwas gutheißen??? Ich finde das zutiefst traurig und abstoßend.
    In den letzten Monaten wurde immer beklagt, dass der Staat seine Bürger zuviel bevormunden möchte. Wenn Freiwilligkeit zu tausenden in Terrarien dahin sterbenden Tieren führt, wohlmöglich noch Tiere, die einst in Freiheit in ihrem Habitat leben durften, dann bin ich für deutlich mehr Kontrolle des Staates!!!
    Tief enttäuscht bin ich über Testudowelt. Der oberer Artikel zum Trend zu kleinen Arten in der Terraristik zeigt leider den Geist dieser Seite. Selbstverständlich akzeptiere ich gegensätzliche Meinungen, erlaube mir aber auch leidenschaftlich dagegen zu argumentieren. Jedoch blicke ich veständnislos auf einseitige Berichterstattung eines fachlich doch recht wertvollen Portals. Überdies teilt Ihr diese ja mit der DGHT und einem Chefredakteur einer namhaften SKFachzeitschrift…. schade!
    Meine Vorkommentatoren zeigen mir jedoch, dass es auch noch andere Menschen gibt, die das Wohl unserer Schützlinge höher bewerten als wirtschaftliche Interessen. Das stimmt mich froh! Vielleicht ineressiert sich diese Redaktion auch mal für andere Sichtweisen um eben auch andere Leser dieser Seite zu erreichen. Mich würde mal interessieren, warum Tierschutzverbände so Sturm laufen? Wäre es nicht glaubwürdiger, auch dort Ursachen für Standpunkte abzufragen? Es wäre ein Zeichen von fachlicher Sensibilität und irgendwie ist man es doch auch den millionen Tiere, hier speziell Schildkröten, schuldig, die der Handel in den letzten 4 Jahrzehnten abfangen und nach Mittel- und Nordeuropa verschleppen ließ, wovon nur ein Bruchteil bis heute überlebt hat…
    Nur mal so als Anstoß….
    Ach ja, die Baumärkte und Zoogeschäfte hier in Bochum haben ihre LSK noch nicht eingewintert… aber das machen sie doch bestimmt noch, nicht wahr… :o/
    Carsten Saiko


  3. Pressemeldung des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.

    Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat seine Kritik an dem im Koalitionsvertrag thematisierten Importverbot von Wildfängen auf seinem Parlamentarischen Abend am 26. November wiederholt. „Ein generelles Verbot des Handels mit Wildfängen würde die Biotope dieser Arten gefährden und so deren Rückgang bis hin zum Aussterben beschleunigen, Entwicklungshilfe behindern sowie das Niveau der Biodiversitäts-Forschung um Jahrzehnte zurückwerfen“, betonte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich vor mehr als 130 Politikern und Medienvertretern im Zoo-Aquarium Berlin.

    Mitglieder des Geschäftsführenden Präsidiums des ZZF nutzten die Gelegenheit, in einer Podiumsdiskussion und anschließenden Einzelgesprächen den gesellschaftlichen Nutzen der Heimtierhaltung herauszustellen. „Die Freude an Tieren ist in Deutschland weit verbreitet: In jedem dritten Haushalt leben Menschen mit Heimtieren. Ein Verbot der Einfuhr von Wildfängen würde die Grundlagen vor allem der Hobbys Aquaristik und Terraristik zerstören, die von Millionen Heimtierbesitzern verantwortungsvoll ausgeübt werden. Nachzuchtbemühungen würden behindert, da bei vielen Heimtierarten die Nachzuchtpopulation noch recht klein ist und ohne gelegentliche Einkreuzung von Wildfängen Inzuchtdepressionen drohen“, sagte Norbert Holthenrich. Der ZZF fordert aus Tierschutzgründen, dass Tierfreunde in Deutschland aus einem möglichst breiten Spektrum die passende Art für die Heimtierhaltung aussuchen können. So vielfältig die Menschen in unserem Land sind, so vielfältig sollten auch ihre Heimtiere sein.

    Der Fang von Vivarientieren auf der Grundlage biologischer Nachhaltigkeit ermöglicht in strukturarmen Ländern ein Einkommen aus der Natur. Der Handel mit beliebten Aquarienfischen trägt dazu bei, dass diese nicht aussterben. Viele Fischarten, wie beispielsweise die Haibarbe, der Rote von Rio oder der Kardinalfisch, kommen aufgrund von Umweltzerstörung in der Wildnis nicht mehr vor oder sind gefährdet, werden aber noch in der Aquaristik vermehrt. Die fachkundigen Halter von Kleintieren wie Ziervögeln, Kleinsäugern, Wirbellosen, Korallenfischen, Reptilien und Amphibien beschreiben neu entdeckte und importierte Tierarten und sind die Basis der Biodiversitäts-Forschung. Ein Handelsverbot mit Wildfängen würde diese Forschung erheblich behindern.


  4. … glaubt hier noch jemand blauäugig, dass es diesen Tierschutz-, oder besser Tierrechtsorganisationen um die Tiere geht? es geht um Geld und um Ideologie … wenn die nur einen Funken Interesse an den Tieren hätten, würden sie nicht bewusst und vorsätzlich gefälschte Zahlen veröffentlichen um ihren kranken Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Methode, Oma Ulkig mit nem netten Welpenfoto in der Fußgängerzone die letzte Rente abzuluchsen, ist kriminell. Das sind Fanatiker und keine Tierschützer … und die Politiker fallen auf diese Heuchelei rein … armes Deutschland!


  5. Auch wenn ich mich meinen Vorkommentatoren in vielen Punkten anschließen kann, so sollte man doch einige Sachen – insbesondere im Hinblick auf die Forderungen einiger, teilweise auch oben genannter „Tierrechtsorganisationen“ – im Hinblick auf unser aller Hobby deutlich kritischer betrachten.
    Strengere Regulierung von Wildimporten, Einschränkung gewerblicher Tierbörsen oder eine strengere Überwachung der Tierhaltung etc. sind auch aus meiner Sicht durchaus erstrebenswert.
    Das ist aber noch längst nicht alles um was es Organisationen wie ProWildlife, Peta o.ä. geht. Derartigen Organisationen geht es meines Erachtens nicht um die artgerechte Haltung unserer Tiere – dies ist nach deren Ansicht ja auch gar nicht möglich – und schon gar nicht um Natur- oder Artenschutz, sondern vielmehr um die unbedingte Durchsetzung ihrer eigenen. radikalen Weltanschauungen. Darüber nachzudenken, welchen Organisationen man vor diesem Hintergrund sein sauer verdientes Geld zukommen lassen will, halte ich daher für durchaus gerechtfertigt.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, auch ich glaube das in der Terraristik vieles im argen liegt und wir auch viele Probleme gar nicht hätten, wenn Tiere nicht auf Börsen, in Zooläden und in Baumärkten als Massenware verschleudert würden, und hier muss sich auch unbedingt etwas ändern.
    Aber auch ich kann mir nicht vorstellen, dass sich gewisse Organisationen hiermit zufrieden geben werden. Sorge bereitet mir dabei vor allem, dass sich unsere Politik auch in der Vergangenheit den Argumenten von Fachleuten als wenig zugänglich gezeigt hat.
    So bleibt zu hoffen, dass es sich nicht tatsächlich nur um den ersten Schritt hin zu einem Verbot der Reptilienhaltung handelt.

    Liebe Grüße und allen eine schöne Vorweihnachtszeit

    Hans


  6. Ich muss meinem Vorkommentator (C.Saiko) durchweg recht geben.

    Als Halter von Schildkröten will ich auch, dass Importe von Wildfängen geregelt werden. Warum sollte ich kein Interesse daran haben, dass Tiere in ihren Lebensräumen erhalten bleiben sollen? Warum soll der Zoohandel denn weiter Wildfänge verkaufen dürfen?

    Warum soll die Haltung nicht strenger überwacht werden? Ich würde mir bei vielen Haltern wünschen, dass mehr kontrolliert wird!

    In meinem Leben war ich ein einziges Mal auf einer Börse und war so erschrocken (es mag auch seriöse Anbeiter geben, aber ich habe da eben auch Leute gesehen, die einfach nur den Profit gerochen haben und da jedem Deppen irgendwelche Tiere mitgegeben haben.) Ich persönlich habe kein Problem wenn es die Börsen nicht mehr gibt.

    Und wissen Sie überhaupt was die Tierschutzvereine so erreichen? Tiere haben keine Lobby, es ist schwer überhaupt etwas für Tiere in der Politik umzusetzen. Der Tierschutzbund unterstützt z.B. Tierheime und hat viele super Projekte. PETA mag radikal sein, aber hat auch so manchen Missstand aufgedeckt. Dass Sie diese Vereine öffentlich schlecht machen, kann ich nicht unterstützen!!! Ich dachte als Halter von „Wildtieren“ mit Wunsch zur artgerechten Haltung ist man auch Tierfreund und hat den Tierschutz als Herzenswunsch?

    Ich fand Ihre Seite bisher immer super. Aber das hier ist wirklich nicht richtig!

    Liebe Grüße,
    Anna


  7. Tja, liebe Herrschaften…. nun gibt es lange Gesichter. Und das empfinde ich als Heuchelei!
    Warum haben sich denn die Tierschutzverbände durchgesetzt??? Warum werden in diesm Artikel die Missstände in der Wildtierhaltung nicht ebenso beleuchtet??? Ich kann nur wie die meisten hier für die Schildkrötenhaltung sprechen.
    Schaut Euch doch mal die Verhältnisse auf den Börsen an. Das würde ich meinen Tieren nie zumuten! Schaut Euch die Tiere in Zoogeschäften und Baumärkten an! Und ihre empfohlene Haltung. Zum Kotzen! Nicht zuletzt schaut im Internet auf entsprechenden Portalen nach, was und in welchen Zustand dort von sogenannten privaten Liebhabern angeboten wird: platt, höckerig, verwachsen, krank… Wieviele NZ aus diesem Jahr werden derzeit noch zum Verkauf angeboten!? Artgerecht??? Nein, aber wirtschaftlich, da vor Weihnachten noch sehr lukrativ. Und das alles von sogenannten Liebhabern.
    Liebe Redaktion, Ihr macht es Euch zu einfach und zum Sprachrohr des Handels, der vorrangig wirtschaftlich denkt.
    Wildtierhaltung muss besser überwacht werden, es muss strengere Regeln im Sinne der Tiere geben.
    Gäbe es diese tausendfachen Missstände nicht, ein solches Gesetz hätte keine Chance gehabt. Ein Spendenboykott gegen Vereine, die sich weltweit und in unserem Land um Tier- und Naturschutz verdienen, empfinde ich persönlich als unanständig.
    Zuletzt ein Wort zu der von Ihnen bedauerten und der “ bösen“ SPD unter Druck gesetzten CDU: Dieser Vertrag entscheidet sich nicht an diesem Gesetz, aber wer ihn unterschreibt ist mit im Boot und kann nicht mit dem Finger auf den Partner zeigen. Was soll also diese verspätete und unglaubwürdige Wahlkampfhilfe?
    Ich würde mir mehr Sachlichkeit in der Diskussion wünschen, eine Beleuchtung beider Seiten im Sinne des Tierschutzes unserer Lieblinge und nicht Lobbyarbeit für den Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe ( erfragen Sie im Handel mal die Fachkenntnis der Verkäufer….) .
    Ich selbst halte seit 30 Jahren LSK und reiße mir meinen Allerwertesten auf um den Tieren gerecht zu werden. Das erwarte ich auch von den zukünftigen Haltern meiner Nachzuchten.
    Allen Lesern wünsche ich Bereitschaft zum Blick hinter die Kulissen, uns allen aber eine schöne Vorweihnachtszeit!
    Liebe Grüße
    C. Saiko

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