UV beleuchtete Fischernetze können Schildkröten warnen

Auch wenn sie nicht mit Absicht für z.B. Suppe gefangen werden, sterben viele Meeresschildkröten als ungewollter Beifang in Fischernetzen.

US-Forscher haben jetzt ein Experiment gestartet, um die Schildkröten vor Netzen zu schützen. Am Rand der Netze werden LEDs installiert, die ein langwelliges UV-Licht aussenden. Die Kanten von Stellnetzen auf dem Meeresboden der Pazifikküste vor der Halbinsel Baja California wurden dabei im Abstand von fünf Metern mit UV-Leuchtdioden bestückt. Viele Meeresschildkröten-Arten können das Licht sehen und sind vor der Falle gewarnt. Bei ersten Tests vor der pazifischen Halbinsel verfingen sich rund 40 Prozent weniger Schildkröten in den Netzen. Bei der Fisch-Fangmenge zeigte sich aber kein Unterschied. Deswegen glauben die Forscher, dass ihre Methode Zukunft hat.

Damit könnte die Beleuchtung mit UV-Leuchtdioden in Gebieten mit vielen Meeresschildkröten eine gute und kostengünstige Methode sein, die Tiere vor dem Tod in den Netzen zu bewahren, schreiben die Forscher. Dafür müssten allerdings auch Umweltfaktoren der Einsatzgebiete einbezogen werden. Die Klarheit des Wasser sowie die Sehfähigkeiten der lokalen Fischarten müssten berücksichtigt werden. Auch haben die Forscher noch nicht untersucht, ob die Beleuchtung am Tage wirksam ist. Die in den Tests genutzten Fischernetze sind für den nächtlichen Fischfang ausgelegt.

Alle Meeresschildkröten-Arten sind gefährdet und deshalb streng geschützt. Schätzungen zufolge enden jährlich mehr als 250.000 von ihnen in Fischernetzen.

Die gesamte Studie wird im Fachjournal Biology Letters (DOI 10.1098/rsbl.2013.0383) publiziert.

Quelle: www.taucher.net

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