Auszug aus dem aktuellen Newsletter der Reptilienauffangstation München

Liebe Freunde und Förderer der Auffangstation für Reptilien, München,

als aufmerksamer Leser des Rundbriefes haben Sie sicherlich den Mai Newsletter vermisst. Leider konnte er aus personellen und zeitlichen Gründen nicht wie gewohnt am Anfang des Monats versendet werden. Wir hoffen, Sie haben sich aber über die Presse, Facebook und unsere Homepage dennoch über die aktuellen Geschehnisse informiert.

Bei Facebook sind es mittlerweile mehr als 1000 Personen, die unserer Infoseite folgen. Es können so unkompliziert und schnell viele Menschen über aktuelle Themen, die Auffangstation betreffend, informiert werden. Wenn Sie uns folgen wollen: www.facebook.com: Auffangstation-für-Reptilien-München-eV
Vielen Dank für Ihr ?“Like“.

Wie Sie vielleicht der Presse entnommen haben, wurden Mitarbeiter der Auffangstation am 27. Mai von der Polizei in Straubing gerufen, da dort in einem Haus ein Toter gefunden wurde, der von einigen Riesenschlangen umgeben war. Die Mitarbeiter fanden beim Toten und in zahlreichen Terrarien im Haus insgesamt 46 Riesenschlangen (Tigerpythons, Netzpythons, Königspythons und eine Anakonda) mit einer „Gesamtlänge“ von 113 m. Die Tiere wurden von einer Tierärztin und einem Tierpfleger auf Bitte der Polizei sichergestellt und in die Auffangstation verbracht. Dort mussten dann noch entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten organisiert werden, was unter Mithilfe von Ministerien und Tierschutzverein München auch gelang. Der Einstellungsvertrag wurde dann mit der Stadt Straubing abgeschlossen. Diese konnte dann die Tiere an eine Unternehmerin nach Prüfung durch deren örtliche Behörden vermitteln. Die Tiere wurden am 29. Juni abgeholt. Insgesamt brachte diese Aktion für die Mitarbeiter einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand mit sich, der sowohl die Unterbringung, Pflege als auch bei einem Teil die tierärztliche Versorgung umfasste.

Der obige Fall zeigt aber, wie auch vier weitere, wenn auch nicht so umfangreiche Fälle in den letzten 5 Wochen, dass es immer wieder vorkommt, dass von Verstorbenen ein Tierbestand durch die Auffangstation übernommen werden muss. Wir empfehlen daher allen Tierhaltern unser Informationsblatt zu Erbschaft und Vermächtnis zugunsten der Tiere durchzulesen!

Die wenigen schönen, warmen Sommertage brachten uns gleich einige Fundtiere. So konnte ein weiterer Exot am Olympiaberg aufgefunden werden. Nach der Vogelspinne, war es nun eine Kornnatter, die am Olympiabergspielplatz von besorgten Müttern entdeckt wurde.
Eine Chinesische Weichschildkröte wurde wohl durch das Hochwasser aus ihrem Heim geschwemmt und landete im Tierheim in Pfaffenhofen. Von dort wurde sie zu uns gebracht. Das sehr schön gezeichnete, weibliche Tier, kann, wie jedes Fundtier, nach 4 Wochen vermittelt werden.
Eine sehr alte Breitrandschildkröte war nur 2 Nächte bei uns. Der Besitzer meldete sich umgehend und konnte voll Freude sein Tier wieder bei uns abholen.
Leider sind weitere Landschildkröten noch nicht wieder zum Besitzer zurückgekehrt. Eine sehr markante, sehr aktive, aber leider verwachsene männliche Maurische Landschildkröte wird wohl noch nicht vermisst. In diesem Fall war der routinemäßig erfolgte der Herpestest fraglich, weswegen die Schildkröte leider noch längere Zeit in strikter Quarantäne bleiben muss und nicht in ein Freigehege umziehen darf.
Weiterhin ein großes und wirklich drängendes Problem sind die zahlreichen Schmuckschildkröten, die als Fundtiere in die Auffangstation gebracht werden. Dort werden sie wie jedes andere Reptil versorgt und behandelt. Unerfreulicher Weise werden allerdings nur einzelne Schmuckschildkröten auch wieder von ihren Besitzern abgeholt.
Eine weitere Fundschildkröte, die durch Holzkirchen krabbelte, wurde schlussendlich auch zu uns gebracht. Die „süße Babyschildkröte“ war schon Thema in der lokalen Presse.

Wissensvermittlung und Aufklärung sind äußerst wichtige Säulen unserer täglichen Arbeit, weshalb wir neben der regelmäßigen Veranstaltung von Führungen in den bescheidenen Räumlichkeiten der Auffangstation, auch auf zahlreichen Veranstaltungen und Tagungen, oftmals auch als Referenten vertreten sind. So fand diesen Monat u.a. eine Weiterbildungsveranstaltung für Mitarbeiter der sächsischen Artenschutzbehörden in Leipzig statt, bei der die Auffangstation mit einem Referent vertreten war und auch das Programm einer Jahrestagung mit dem Schwerpunkt Krokodile und deren Haltung wurde durch einen Vortrag aus unserem Hause mitgestaltet. Darüber hinaus galt es gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt eine Sachkundeprüfung eines Gewerbetreibenden mit dem Schwerpunkt Wirbellose abzuhalten und auch auf der Delegiertenversammlung des Deutschen Tierschutzbundes (DTSchB) in Bonn, war die Reptilienauffangstation vertreten und nahm ihr Stimmrecht war.

Am 22. Juni 2013 war die Auffangstation für Reptilien mit einem Stand und einigen Tieren beim Tag der offenen Tür der Hauptfeuerwache (am Sendlinger Tor) vertreten. Zur großen Überraschung aller Beteiligten kamen trotz anfangs strömenden Regens zahlreiche interessierte Besucher in das historische Gebäude. Viele von ihnen fanden auch den Weg zum Stand der Auffangstation und informierten sich über unsere Arbeit. Auch die Spendenkasse wurde von einigen Besuchern fleißig ?gefüttert?. Aufgrund des eher trüben Wetters konnten wir nur in einer Demonstration zeigen, wie und wieso wir so eng mit der Feuerwehr zusammenarbeiten. Hierfür wurden von fachkundigen Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr eine Anakonda sowie Schnapp- und Geierschildkröten eingefangen und im Anschluss den Zuschauern aus der Nähe präsentiert. Vielen lieben Dank an die Berufsfeuerwehr München, die uns jedes Jahr zu ihrem Tag der offenen Tür einlädt und sehr unterstützt…

 

Kontakt:
Auffangstation für Reptilien, München e.V.
Kaulbachstr. 37
80539 München
info@reptilienauffangstation.de

Quelle: http://www.reptilienauffangstation.de/index.html Über die Website kann der Newsletter in voller Länge gelesen und abonniert werden.

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