Gegendarstellung zur Stellungnahme der AGA e.V. bzgl. der Beendigung der Zusammenarbeit zwischen O Aetos e. V. und der AGA e. V.

Am 18. Juni 2013 haben wir auf unserer Website www.testudowelt.de eine Stellungnahme der AktionsgemeinschaftArtenschutz e.V. veröffentlicht. In dieser Stellungnahme erklärt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz die Zusammenarbeit mit der Schildkrötenauffang- und Schutzstation O’Aetos für beendet. Heute folgt – wie angekündigt – die Sellungnahme von Bernd Pitzer, dem Betreiber der Station. Auch diese Stellungnahme veröffentlichen wir unkommentiert:

GEGENDARSTELLUNG
zur Stellungnahme der AGA e. V.
bzgl. der Beendigung der Zusammenarbeit zwischen O Aetos e. V. und der AGA e. V.
von Bernd Pitzer, 22.06.2013

Zunächst ist festzuhalten, dass nicht die AGA die Zusammenarbeit mit O Aetos beendet hat. Der Vertrag wurde seitens O Aetos beendet. Dies ist nachweisbar. Umso erstaunlicher ist nun die Stellungnahme der AGA e. V., wonach diese die Zusammenarbeit mit Aetos beendet haben will.
Dass die Kündigung von O Aetos ausging, bestätigte die geschäftsführende Vorsitzende der AGA auch gegenüber einer Mitarbeiterin des Aetos-Projekts. In Ihrer Mail teilte die geschäftsführende Vorsitzende mit, dass nachdem ich, also Bernd Pitzer, die Zusammenarbeit mit der AGA beendet habe, dann doch bitte der Hinweis auf die Zusammenarbeit zwischen der AGA und O Aetos von der O Aetos-Homepage und der Spendenkonto-Seite entfernt werden sollte. Allerdings bat man darum, dass die von der AGA finanzierten Patenschaften nicht entfernt werden sollten, schließlich hätte die AGA die Patenschaften für diese Tiere übernommen.
Die Gründe, die bereits im März dieses Jahres zum Zerwürfnis mit der AGA e. V. führten, waren sowohl finanzieller, als auch privater Natur. Die geschäftsführende Vorsitzende der AGA weilte Mitte März 2013 mit Ihrem Ehemann mehrere Tage auf meiner Station. Wir waren vorab übereingekommen, dass der Besuch dazu dienen sollte, die Station kennenzulernen und über weitere finanzielle Hilfe bzw. noch ausstehende finanzielle Mittel von eingegangenen Spenden zu verhandeln. Nachdem die geschäftsführende Vorsitzende sich von meiner Station und meiner Arbeit überzeugt hatte, wurde mir mitgeteilt, dass die AGA mich derzeit nicht finanziell unterstützen könnte, zumal ich für das Jahr 2013 bereits einen Betrag von 1.307,54 Euro erhalten hätte. Der Betrag beinhaltete allerdings eine großzügige Spende seitens der DGHT e. V., welche über die AGA e. V. weitergeleitet wurde.
Dies ärgerte mich maßlos, da ich zum einen die beiden schon mehrere Tage bei mir beherbergte und verpflegte, zum anderen sie angereist waren, mit dem Versprechen, mir zu helfen, sobald sie die Station persönlich kennengelernt hatten.
Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bat ich die beiden meine Station zu verlassen. Wir trennten uns, ich muss es leider so sagen, im Streit.
Eine Anfrage der AGA nach der Beschlagnahmung wurde beantwortet. Aufgrund des laufenden Verfahrens und der Vorkommnisse bereits im März dieses Jahres erübrigte sich eine ausführliche Stellungnahme. Seitens der AGA e. V. konnte ich eine Unterstützung aufgrund des Zerwürfnisses sowieso nicht erwarten.
So verwundert nun die Anmerkung, dass die AGA ihr Möglichstes tun möchte, dass die bei mir beschlagnahmten Schildkröten optimal untergebracht werden können und dass hierfür sogar die Kosten für die Überführung und Unterbringung übernommen werden sollen. Für meine Station waren keine Mittel verfügbar.
Dessen ungeachtet, war es nicht O Aetos e. V., die an die Öffentlichkeit über die Beendigung der Zusammenarbeit mit der AGA e. V. trat, sondern es war die AGA e. V. selbst, die sich berufen fühlte, im Juni 2013 eine Stellungnahme zu den angeblichen Vorwürfen und Ungereimtheiten mit O Aetos auf ihrer Homepage zu verbreiten. Dass durch diese Stellungnahme die Arbeit von O Aetos e. V. in Frage gestellt wurde, dürfte außer Fragen stehen.
Ich verbitte mir, irgendwelche Unterstellungen und Verleumdungen, meine Person bzw. die Station betreffend. Die neuerlichen Ausführungen der AGA zielen darauf ab, mir, in meiner Person, zu schaden. Tierschützerische Belange meiner Station, von den sich die geschäftsführende Vorsitzende der AGA auf meiner Station überzeugt hat, sind scheinbar völlig nebensächlich.
Seit der Beschlagnahme setze ich alles daran, um die Öffentlichkeit auf meine Lage bzw. die meiner Schildkröten aufmerksam zu machen. Ich versuche über meine Homepage, über die Vorkommnisse zu informieren.
Ich bemühe mich wirklich, fast alle Mails, die mir von meinen Freunden und Unterstützern aus dem In- und Ausland zukommen, zu beantworten, stoße aber derzeit aufgrund der Fülle der Anfragen an meine Grenze.
Ich möchte es aber nicht versäumen, mich bei all meinen Freunden und den engagierten Tierschützern für den Zuspruch und die Unterstützung bedanken. Vielen herzlichen Dank, ihr seid toll!!!!
Zum derzeitigen Stand des Verfahrens kann ich nur so viel ausführen, dass die Station seit dem Jahre 2003 eine Außenstelle des Hellenic Wildlife Centers, also der EKPAZ, war und infolge dessen, auch die notwendigen Papiere vorlegen konnte, die mich als Leiter der Station berechtigten, kranke und verletzte Tiere zu pflegen und nach Genesung wieder auszuwildern.
Die derzeit auf der Station befindlichen Tiere, sind mit amtlicher Genehmigung bei O Aetos eingestellt. Ich arbeite fieberhaft daran, dass alle zu Unrecht beschlagnahmten Tiere wieder in die Station zurückgeführt werden, zumal gegenüber den griechischen Behörden die Berechtigungspapiere vorgelegt werden konnten.
Hinsichtlich des katastrophalen Umgangs mit den Schildkröten seitens der Mitarbeiter der EKPAZ wurde auf der Homepage des O Aetos e. V. ausreichend Stellung genommen.
Allerdings habe ich erst vor wenigen Tagen erfahren, dass der Grund der Beschlagnahme nicht auf eine Anzeige einer griechischen Tierschutzorganisation zurückzuführen ist.
NEIN! Eine deutsche Tierschutzorganisation, deren Namen mir nicht bekannt ist und die scheinbar auch nicht willens ist, sich öffentlich zu ihrer Anzeige zu bekennen, hat mich bei den griechischen Behörden angezeigt. Grund der Anzeige wäre der angebliche Verkauf von geschützten Schildkröten nach Deutschland.
Ich bin über die Vorwürfe schockiert und maßlos enttäuscht! Noch nie hat einer meiner Schützlinge Griechenland verlassen, geschweige denn habe ich Schildkröten verkauft. Lediglich Patenschaften für Schildkröten konnten erworben werden. Durch diese Spenden konnte ich die Station aufrechterhalten und mir war es möglich, kranke und verletzte Tiere aufzunehmen, gesund zu pflegen und wieder auszuwildern.
Nun wurde ich zu Unrecht denunziert, weiß nicht, wer mein Gegner ist, kann nur Vermutungen anstellen. Mein Name und schlimmer noch meine Lebensaufgabe wurden in Misskredit gebracht, zum Leidwesen der Tiere.
O Aetos e. V. arbeitet seit mehr als zehn Jahren zum Wohl der Tiere Griechenlands. Viele Besucher und Helfer der Station konnten sich von meiner Arbeit überzeugen. Mir lag stets das Wohlergehen der Tiere am Herzen. Ich hoffe, dass eine rechtliche Prüfung diese haltlosen Vorwürfe widerlegen wird. Im Interesse der Tiere wünsche ich mir eine baldige Klärung der Angelegenheit.

Eine Anmerkung von uns:
Die Kommentarfunktion für die Beiträge bleibt auch für diese Stellungnahme geöffnet. Wir behalten uns aber vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen oder zu editieren, wenn der Inhalt gegen rechtliche Bestimmungen oder die guten Umgangsformen verstößt. Von unserer Seite aus betrachten wir mit der Veröffentlichung beider Stellungnahmen dieses Thema als ausreichend behandelt.

Sollten sich neue Entwicklungen in Griechenland ergeben und wir Informationen dazu erhalten, werden wir diese selbstverständlich veröffentlichen.

4 Kommentare



  1. Wer schon mal Bernd und seine Station besucht hat weiß, wie viel Herzblut, Liebe und Engagement darin steckt. Diese Station wird mit solcher Hingabe geführt, dass man Bernd darum nur beneiden kann.

    Da Bernd sich um die Finanzierung seiner Station selbst kümmern sollte, hat er die Patenschaften und die Exkursionen angeboten. Ist doch super. Jeder, der eine Patenschaft übernommen hat, oder eine Exkursion gebucht hat, wußte, bzw. weiß, worauf er sich einlässt und wofür er bezahlt.

    Wir haben beides schon in Anspruch genommen. Patenschaften übernommen und in diesem Jahr waren wir auch endlich Teilnehmer an seinen Exkursionen.
    So eine tolle und informative Woche hatten wir bisher selten erlebt. Wir freuen uns und sind dankbar, dass wir diese Woche mitmachen durften. In uns ist der Entschluss gereift, dass dies nicht der letzte Besuch auf seiner Station war.

    Bernd unsere weitere Unterstützung sei dir gewiss!

    Über die Steine, die Bernd in den Weg gelegt werden, kann man wirklich nur unverständlich den Kopf schütteln.
    Aber es gibt eine schöne Weisheit, die hier vielleicht passend und aufbauend wirkt:

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden kann man etwas Schönes bauen.

    Viola


  2. wenn es wirklich eine deutsche tierschutzorganisattion war, dann kann ich nur den kopf schütteln. heinz


  3. Man sollte vielleicht mal bei PETA nachfragen, ob die hinter der Anzeige stecken, denken könnte ich es mir. Wir vom Schildkrötenverein „Schildkrötenfreunde Horst 95 e,V.“ haben Bernd Pitzner mit Patenschaften unterstützt und einige Mitglieder des Vereins haben ihn auch in Griechenland besucht und Baumaterial für seine Station gespendet. Es ist sehr schade, wenn die Arbeit von Bernd Pitzner durch solche Denunziationen behindert wird.

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