Auszug aus dem aktuellen Newsletter der Reptilienauffangstation München

Ganz aktuell war ein Fund einer großen Maurischen Landschildkröte, über die auch in der lokalen Presse berichtet wurde. Das Tier wurde über die Tierrettung München in die Auffangstation gebracht, nachdem es im Münchner Stadtteil Bogenhausen aufgefunden worden war. Die wunderschöne 5,2kg schwere und mindestens 50 Jahre alte Dame wurde wie jedes Fundtier zuerst untersucht, es wurden verschiedene diagnostische Maßnahmen eingeleitet und sie im Anschluss daran in Quarantäne untergebracht. Nach der Veröffentlichung des Fundes meldete sich umgehend die Besitzerin, die die Schildkröte schon sehr vermisste. Dabei stellte sich heraus, dass das Tier bereits gut 60 Jahre auf dem Buckel hat, dabei aber noch sehr aktiv ist. Nun ist sie wieder in ihrem schönen Biotopgarten zurück. Wir freuen uns immer sehr, wenn ein Fundtier wieder an den eigentlichen Halter zurückgegeben werden kann. Ebenso meldeten sich aufgrund der Artikel allerdings auch etliche Interessenten, die diese weibliche Landschildkröte sofort aufgenommen hätten. Dies zeigt wiederum, dass weibliche Schildkröten extrem gefragt sind und wir die wenigen Exemplare, die wir im Laufe eines Jahres bekommen, sicherlich 20fach vermitteln könnten. Leider bleiben wir aber umgekehrt auf den meisten männlichen Tieren sitzen. Zudem sei nochmal darauf hingewiesen, dass es fahrlässig ist, als privater Halter von Schildkröten, fremde Fundtiere einfach in den eigenen Bestand zu setzen! Einerseits gefährdet man den eigenen Bestand, Stichwort Herpesvirus, andererseits gibt es definitive juristische Regelungen was Fundtiere angeht. Die Artenschutzproblematik  sei dabei gar nicht näher angesprochen. So plädieren wir dafür, dass alle Fundtiere in staatlich anerkannten und öffentlich bekannten Einrichtungen untergebracht werden, um dem Eigentümer ein Wiederfinden seines Tieres zu erleichtern.

Zu den Aufnahmen:
… Aus einem Nachlass haben wir eine Maurische Landschildkröte bekommen. Hier sind die Besitzverhältnisse noch nicht endgültig geklärt. Solange die Erben nicht auf ihr Eigentum verzichten, oder die Schildkröte doch übernehmen, bleibt die Landschildkröte bei uns in Verwahrung. Leider ziehen sich solche Nachlassverfahren oft lange hin und es ist oft ungewiss, ob man eine Kostenerstattung bekommt. Selbstverständlich versorgen wir die leider nicht optimal aufgezogene Schildkröte bei uns und hoffen, dass sie bald freigegeben ist.

Abgaben:
Wie schon weiter oben berichtet, versuchen wir alle Fundtiere möglichst wieder zurück zum Besitzer zu geben. Ende April konnte eine kleine Griechische Landschildkröte, die wohl von einer Krähe aus dem Gehege entführt worden war, wieder an die sehr glückliche Besitzerin zurück gegeben werden. Die nur 120g schwere Schildkröte hatte kleinere Verletzungen am Panzer, welche auf den Schnabel einer Krähe hindeuten. Wir empfehlen Schildkröten, zumindest solange sie durch größere Vögel entführt werden können, unbedingt unter Netzen oder Gittern zu halten, damit eine Entführung erschwert wird. 1,2 Griechische Landschildkröten konnten an einen sehr guten Halter aus Rheinlandpfalz vermittelt werden. Für die sehr selten bei uns erhältlichen weiblichen Landschildkröten, versuchen wir immer den möglichst besten Platz zu finden. Wir bitten aber alle Interessenten, die nicht berücksichtigt werden können um Nachsicht und Verständnis!

Kontakt:
Auffangstation für Reptilien, München e.V.
Kaulbachstr. 37
80539 München
info@reptilienauffangstation.de

Quelle: http://www.reptilienauffangstation.de/index.html Über die Website kann der Newsletter in voller Länge gelesen und abonniert werden.

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