Entsorgte Riesenschildkröten

Zwei Afrikanische Spornschildkröten wurden an einer Mülltonne im Münchner Norden ausgesetzt.
Am vergangenen Samstag wurden zwei „Afrikanische Riesenschildkröten“, wie Spornschildkröten auch genannt werden, von einer Schildkrötenhalterin, die im Münchner Norden wohnt, zwischen ihrer Hofeinfahrt und Mülltonnen in einem Karton aufgefunden. Die sehr besorgte Finderin brachte die zwei unterkühlten tropischen Landschildkröten auf dem schnellsten Weg in die Reptilienauffangstation, wo sie umgehend sachkundig versorgt werden konnten.
Wie lange die beiden 14 und 3 Kg schweren Schildkröten schon in dem Karton saßen und bei Temperaturen um 5 Grad ausharren mussten, ist unbekannt.
Auch ob sie die viel zu kühlen Temperaturen gesundheitlich gut verkraften werden, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Zudem sind die Tiere nicht sehr schön gewachsen, was auf eine nicht optimale Haltung beim Vorbesitzer schließen lässt. Oft werden die Schildkröten mit falschem, zu energiereichem Futter versorgt und bekommen zudem nicht die nötige spezielle Beleuchtung, was dann zu Verformungen des Panzers und auch zu Organschäden führen kann. Umso wichtiger, dass die beiden nun in der Reptilienauffangstation von erfahrenen Fachtierärzten für Reptilien versorgt und betreut werden.
Es wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet und sowohl die Polizei als auch das Veterinäramt informiert.
Spornschildkröten werden häufig im Handel angeboten, obwohl die Haltung dieser sehr wärmeliebenden und sehr groß werdenden Schildkrötenart sehr aufwändig und kompliziert ist. Es gibt Exemplare, die über 80cm Panzerlänge aufweisen und über 100kg schwer sind. Es ist somit die größte Schildkrötenart, die auf dem Festland lebt und nicht auf einer tropischen Insel, wie den Seychellen oder Galapagos.
Wer den beiden armen ausgesetzten Riesenschildkröten helfen will, kann sich über Details bei der Reptilienauffangstation in München informieren. Es können Patenschaften oder, nach Genesung der Tiere, die beiden auch in einen geeigneten Tierbestand übernommen werden.

 

Quelle: Reptilienauffangstation München

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