Petition gegen das Verbot der Wildtierhaltung

Wir wollen uns unser Hobby nicht verbieten lassen! Foto: L. Prauser

Einmal mehr muss sich der Petitionsausschuss mit der Frage einer gesetzlichen Regelung der Wildtierhaltung beschäftigen. Jetzt aber liegt dem Petitionsausschuss eine Eingabe vor, in der der Einreicher Sebastian Schmidt dezidiert das Parlament auffordert, sich gegen ein Verbot der Haltung dieser Tiere auszusprechen:

Derzeit versuchen verschiedene Organisationen durch Beeinflussung der Politik ein Verbot der Wildtier- und Exotenhaltung zu erreichen. Die entgegengebrachten Argumente dafür enthalten aber keine verwertbaren und fachkundlich richtigen Annahmen, welche ein Verbot begründen würden. Als Exoten und Wildtiere in der Haustierhaltung gelten sämtliche Arten von Reptilien, Amphibien, Fischen, Vögeln, (Haus-)Katzen, Meerschweinchen und sonstige, die nicht in unseren Breitengraden Verbreitung finden. Die vielfachen postiven Wirkungen auf die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch den Umgang mit Tieren und deren Haltung sind wissenschaftlich erwiesen. Eine artgerechte Haltung und Unterbringung stellt durch die heutige Technik (z.B. Befeuchtungsanlagen, UV-Strahler, auf die Tierart zugeschnittene Hältermöglichkeiten) und die Verfügbarkeit selbst von spezialisierterem Futter (z.B. Insekten, spezielle Viitaminpräparate im Fachhandel) mitterweile kein Problem mehr dar. Die vorgebrachten Argumente der Tierquälerei durch Terrarianer/Aquarianer und andere Tierhalter sind somit haltlos und aus der Luft gegriffen. Eine Gefahr geht von den meisten Exoten ebenfalls nicht aus, wie eine Aufarbeitung von Daten der Giftnotrufzentralen aus ganz Deutschland zeigte, die von einem Tierschutzverein bewusst oder unbewusst frisiert wurde, um eine Stigmatisierung des Themas zu erreichen. Es passieren mehr Unfälle/Attacken durch Hunde, bei denen auch kleine Kinder meistens zu Schaden kommen. Die Haltung von Wildtieren und Exoten hat im Wesentlichen zum Erkentnisgewinn und Verständnis der einzelnen Arten und deren Verhalten, Physiologie und Biologie beigetragen. Viele wissenschaftliche Beobachtungen wurden zuerst in Terrarienhaltung gemacht. Durch Zerstörung von Lebensräumen, Umweltverschmutzung und Klimawandel durch denMenschen sind viele Tierarten und deren Lebensraum bedroht. Die Haltung und Zucht dieser Tiere leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Artenvielfalt unseres Planeten für unsere Kinder zu konservieren und zu erhalten, dies ist in Zoos aufgrund der geringen Kapazitäten einfach nicht möglich. Ein Verbot der Haltung ist ebenfalls fragwürdig. Wo sollen die ganzen Tiere und deren Nachzuchten untergebracht werden? Tiere, die nur paarweise gehalten werden dürfen, werden sich auch vermehren, wohin mit diesen Tieren? Eine Tötung und ein Verbot dieser Tiere, nur weil sie keine Hunde sind, ist aufgrund des Tierschutzgesetztes verboten! Wir würden durch ein Verbot nur eine Verschiebung in den illegalen Bereich erreichen. Die Gesetzgebung kann und muss dies verhindern, zum Wohle dieser Tiere. Durch Vorgabe von Haltungsrichtlinien und Verbesserung/Vereinheitlichung des Meldewesens für geschütze Tiere kann ein gemeinsamer Konsens zu dieser Thematik erreicht werden, was ein Verbot überflüssig macht! Wir lieben unsere Tiere! Exotenhalter sind keine Tierquäler!!! Pro Exotenhaltung statt Verbot.

Wir möchten Wildtierhalter, zu denen auch Schildkrötenhalter gehören, auffordern sich ausdrücklich zu informieren und aktiv zu werden, dass es gar nicht erst zu solchen Gesetzesvorhaben kommt.

Die Petition kann hier gezeichnet werden. Je höher die Zahl der Zeichnenden, um so deutlicher wird, dass Wildtierhaltung nicht das Bedürfnis einiger Weniger sondern das breiter Bevölkerungsteile ist. Gezeichnet werden kann online bis zum 15. März. 2012.

Aus gegebenem Anlass verweisen wir an dieser Stelle auch noch einmal auf zwei Beiträge zum Thema, die im Archiv unseres Portals nachlesbar sind: Kein Verbot für Wildtierhaltung und Das Ende unseres Hobbies.

Lutz Prauser

3 Kommentare


  1. Ich bin dabei! Einfach nur Grausam was der Staat einem alles vorschreiben will! Schließlich tragen grade die Hobbybiologen, Hobbyisten etc. eine ganze Menge zur Arterhaltung, Haltung etc. bei!


  2. bitte laßt uns unsere sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Wir sind Hobbybiologen
    und ein Teil der Wissenschaft.
    Abgesehen davon, ist die Exotenhaltung ein Wirtschaftszweig der nicht zu vernachlässigen ist.


  3. Super.
    Ich kann nur hoffen, dass viele die Petition mitzeichnen.
    Gruß Kurt

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