Rhinluch: Steckbrief der gestohlenen Schildkröte veröffentlicht

Noch nicht wieder aufgetaucht. Die gestohlene Sumpfschildkröte.

Selten hat in den vergangenen Monaten ein Schildkrötendiebstahl die Halter so empört, wie der Diebstahl dreier Europäischer Sumpfschildkröten aus der Naturschutzstation Rhinluch im September 2011. Zwei der Tiere fanden sich einen knappen Monat wieder, wie der Leiter des Projekts Norbert Schneeweis im Oktober mitteilte: „Dilettantisch in einer Tragetasche verpackt fanden Mitarbeiter des Tierheims Berlin-Falkenberg die Schildkröten vor ihrer Haustür. In der Tasche befand sich ein Zettel mit dem Hinweis, dass es sich um die entwendeten Tiere aus Linum handele… so war es dann auch.
Nun fehlt zwar immer noch ein Tier (möglicherweise hat es die Prozedur nicht überstanden) und wir wissen nicht, wie die zwei entwendeten Schildkröten die Odyssee insgesamt verkraftet haben, aber wir sind erstmal sehr froh, dass die Zuchtgruppe nunmehr wieder nahezu vollständig ist. Selbstverständlich bemühen wir uns weiterhin, vielleicht auch das dritte wieder zurückzubekommen. Auf jeden Fall fühlen wir uns mit der Rückgabe der Tiere in unserer Strategie, den Vorgang an die Öffentlichkeit zu bringen, bestätigt.“
Jetzt hat die Naturschutzstation den Steckbrief des noch immer vermissten dritten Tieres veröffentlicht. Das Tier ist unter  http://www.herpetopia.de/ genau beschrieben.
Noch immer hoffen die Mitarbeiter, die Europäische Sumpfschildkröte zurückzubekommen.
Der Diebstahl hat, wie das brandenburgische Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) der Station und ihrer Arbeit schweren Schaden zugeführt:

Fotos: Naturschutzstation Rhinluch.

„Seit mehr als anderthalb Jahrzehnten bemühen sich Biologen der Naturschutzstation Rhinluch in Zusammenarbeit mit Genetikern, Ökologen und einem Team eingeschworener Naturschützer die Vorkommen wieder zu beleben und störende Einflüsse von den Lebensräumen und ihren Bewohnern fernzuhalten. Jedes Einzeltier ist mit seinem individuellen Genpool für den Fortbestand der letzten einheimischen Population heute von außerordentlichem Wert.
Wir rufen daher Natur- und Tierfreunde auf, im Internet aber auch auf öffentlichen oder Vereinsinternen Reptilienbörsen auf Europäische Sumpfschildkröten zu achten und den Handel mit einheimischen Tieren sofort zur Anzeige zu bringen.“

Gern geben wir die Bitte weiter, den Steckbrief möglichst breit im Internet zu streuen, um einen möglichen Weiterverkauf des Tieres zu verhindern. Ebenso sollten alle Kaufinteressenten Europäischer Sumpfschildkröten bei dubiosen Angeboten genau hinschauen, ob es sich um das gestohlene Exemplar handelt.

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