Schmuggel von fast 1.500 Weichschildkröten aufgeflogen

Papua-Weichschildkröte © Chris R. Shepherd / TRAFFIC SOutheast Asia

Fast 1.500 Papua-Weichschildkröten (Carettocheyls insculpta) wurden am 25, Januar 2012 am Mopah Airport, Merauke, in der Provinz Papua, Indonesien beschlagnahmt.
Die 1.495 Schildkröten waren in zwei Koffern verborgen, die auf den Weg nach Jakarta, der Hauptstadt des Landes und eine wichtige Drehscheibe für den illegalen Handel mit Wildtieren gebracht worden waren.
Papua-Weichschildkröten werden sowohl als Haustiere gehalten, in einigen Ländern ist ihr Fleisch sehr begehrt, daher werden sie zu Tausenden aus Indonesien herausgeschmuggelt. Immer wieder heißt es, dass Sendungen wie diese von Händlern auf den Weg gebracht werden, nachdem sie die Schildkröten von Jägern oder Zwischenhändlern in Papua erworben haben. Die Tiere gelangen dann an Händler und Wiederverkäufer im Ausland.
Viele von ihnen sind für die Tiermärkte in Ostasien bestimmt, in Orten wie HongKong, wo die Nachfrage für diese Arten ständig weiter ansteigt. Oft werden die Schildkröten in Sendungen mit tropischen Aquarienfische versteckt außer Landes geschmuggelt. Es gibt auch Hinweise, dass viele der Schildkröten für den Küchentisch bestimmt oder in der traditionellen Medizin verwendet werden.
Papua-Weichschildkröten stehen in Indonesien untzer Schutz, so dass das Absammeln für den Export illegal ist. Dennoch wird der Handel in großem Maßstab betrieben.
Rund 3.500 Papua-Weichschildkröten wurden im Februar 2010 in Jakarta von Händlern beschlagnahmt, während im Oktober 2011 mehr als 600 Exemplare in HongKong beschlagnahmt und zur Auswilderung zurück nach Indonesien gebracht wurden. Die meisten Tiere jedoch, die einmal aus ihrem natürlichen Lebensraum entnommen sind, kehren in diesen nie wieder zurück.
„Die Behörden, denen das Abfangen dieser Sendung gelungen ist, zu beglückwünschen“, sagte Chris R. Shepherd, stellvertretender Regional Director von TRAFFIC Südostasien. „Allerdings zeigt die Tatsache, dass es Händlern gelingt, Tiere in solchen Mengen zu schmuggeln, dass es weiterhin ein ernstes Problem in Indonesien gibt. Der illegale Reptilienhandel ist weit verbreitet.“
Papua-Weichschildkröten sind in Anhang II des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) aufgeführt. Daher bedarf es für alle internationalen Handelsaktivitäten für die Tiere besondere Genehmigungen, die im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung stehen müssen.
Die Papua-Weichschildkröten sind durch die Lebensraumzerstörung und durch illegale und nicht nachhaltiges Absammeln für den lokalen Verbrauch und internationalen Handel bedroht. Sie sind als vom Aussterben bedrohte Art in der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt.

Jakarta ist für illegalen Handel mit Wildtieren bekannt
Beobachtungen von TRAFFIC im Dezember 2011 auf drei Tiermärkten und einer Reptilienbörse in Indonesiens Hauptstadt Jakarta teigten, dass eine Vielzahl von geschützten und gefährdeten Schildkröten offen zum Verkauf angeboten wurde, ebenso andere geschützte Arten von Reptilien, Säugetieren und Vögeln.
Unter ihnen waren 19 Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) und acht Borneo Flussschildkröten (Orlitia borneensis), die sowohl als bedroht von der IUCN aufgeführt sind und in Indonesien vollständig geschützt sind.
Bemerkenswerterweise wurde auch eine Vielzahl von nicht-heimischen Arten auf den Märkten gehehen, s wie , wie eine einzelne madegassische Schnabelbrustschildkröte (Astrochelys yniphora) und zehn Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata), beides vom Aussterben bedrohte Arten endemisch auf Madagaskar und in Anhang I des CITES geführt, das heißt, dass der internationale kommerzielle Handel mit ihnen verboten ist.
„Illegaler und nicht nachhaltiger Handel mit Schildkröten und anderen Reptilien ist in Indonesien eine ernsthafte Bedrohung für die Erhaltung vieler Arten. Indonesiens Strafverfolgungsbehörden müssen harte Maßnahmen gegen Händler bei Missachtung des Gesetzes ergreifen“, sagte Shepherd.

Quelle: Traffic, the Wildlife Monitoring Network

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