Rückblicke (#2): Ärger vorprogrammiert. Fünf Beiträge, die zur Diskussion anregen sollten

Im zweiten Teil meiner kleinen Serie möchte ich Beiträge in Erinnerung rufen, die zur Diskussion angeregt haben, Beiträge, die aber auch mächtig Ärger verursacht haben. Denn diese Beiträge wurden in den sozialen Medien zwar wie gewünscht diskutiert, allerdings nicht immer sachlich, nicht immer fair und vor allem nicht immer am Thema entlang. „Klugscheißer“, „Besserwisser“, „Spaßbremse“ – Äußerungen dieser Art kommen schnell, wenn man Fragen aufwirft oder Schildkrötenhalterinnen und -haltern den Spiegel vorhält.

Dabei sind solche Fragen und Diskussionen meiner Meinung nach notwendig, selbst, wenn man sich selbst auf einem Irrweg befindet, denn nur durch solche Debatten ist man (wenn man es denn will) genötigt, seine eigenen Standpunkte zu hinterfragen, seine eigene Tierhaltung zu überprüfen etc.
Überraschend: Solche Diskussionen, in denen es „nur“ um Schildkröten geht, können Freundschaften gefährden, zerbrechen lassen, tiefe Gräben ziehen… aber das gehört wohl heutzutage zur allgemeinen, digitalen Streit“kultur“ dazu. Einfach mal draufhauen… und das mit möglichst großer Wucht und gern auch unter die Gürtellinie.

Was waren meiner Erfahrung nach die heftig diskutiertesten Beiträge?

Die fünf größten Aufreger

Was ist ein Bock?

Schildkrötenmännchen als Bock zu benennen ist schlicht und ergreifend Unfug, genauso wie männliche Schlangen. Nur sagen darf man das nicht. Dann ist man ein Klugscheißer.

Wider den Unfug

Im Dezember 2018 erschien ein zweiter Beitrag über Wollpullover für Schildkröten. Der erste lag bereits fünf Jahre zurück. In diesem Beitrag habe ich noch einmal erklärt, warum Wollpullover für Schildkröten ganz großer Mist sind. Und wenn sie noch so süß sind, noch so nett ausschauen… Eine Diskussion, die übrigens im Dezember 2019 bei Facebook erneut auftauchte: „Das ist ja soooo niedlich“. Jeder weiß, dass das Quatsch ist. Trotzdem verkaufen sich die Dinger, trotzdem werden Bilder davon ins Netz gestellt. Und schreibt man was dagegen, dann ist man eben eine Spaßbremse.

Selbstversorgergehege – es bleiben Fragen

Bestens geeignet zum Diskutieren – dachte ich und formulierte schon in der Überschrift, dass Fragen bleiben. Kaum aber war der Artikel erschienen, trat die Meute auf den Plan, fletschte die Zähne, bellte, knurrte. Weil sie es wollte. Weil sie nicht diskutieren sondern angreifen wollte. Es wurde viel hineingelesen, hinein interpretiert, inhaltlich allerdings kam wenig, vor allem keine Antworten auf die im Beitrag gestellten Fragen. Dann stellte Michaela Volkmann ihr Konzept vor  – und schnell war Ruhe.

Sie wollen nicht kuscheln

Es sollte 2017 eine Serie „Anmerkungen zur Wildtierhaltung“ werden, sie ist irgendwie stecken geblieben, vielleicht geht es da aber auch mal weiter. Auslöser: Immer wieder diese Kuscheln-Debatte und Kuschelbildchen in den sozialen Medien. Wenn Tiere vermenschlicht werden… Viel Unverständnis hat dieser Beitrag ausgelöst – vor allem bei denen, die in ihren Schildkröten weit mehr sehen als Wildtiere, die einfach nur da sind. Zack hängt einem das „Besserwissertum“ an.

Der Wert einer Griechischen Landschildkröte

Kein Artikel auf der Testudowelt-Seite hat die Gemüter bisher erhitzt als die Diskussion um den Wert einer Griechischen Landschildkröte, bzw. deren Verkaufspreis, dem der Beitrag Püppis left the building vorausgegangen war. Und kaum ein Beitrag hat tiefere Gräben aufgerissen – ein Musterbeispiel, dass man zwar theoretisch alles sagen kann, jede These vertreten darf, dann aber mit Konsequenzen rechnen muss, die einen nur noch staunen lassen. Besser, man hat dann die Nerven, das auszuhalten.

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