Zu Besuch im Zoo der Minis in Aue

Von Dietmar Meinel

Am Stadtrand trotzdem nicht weit vom Zentrum der im sächsischen Erzgebirgskreis liegenden Stadt Aue – Bad Schlema entfernt, befindet sich seit 1960 ein kleiner Tierpark. Dieser wurde 1991 umgestaltet und widmet sich seit dem besonders der Präsentation: „Zucht und Haltung von besonders kleinen Tierrassen“. Die Einrichtung ist die weltweit einzige, die sich auf Mini- und Zwergtiere spezialisiert hat.

Auf 7500 sehr gepflegten m² werden rund 400 Tiere aus 36 Arten gezeigt. So sind zum Beispiel die kleinsten vorkommenden Hirsche zu sehen, Schleichkatzen, Kängurus, verschiedene Vögel und manche Tiere mehr.

Auch die kleinsten Haustierrassen, wie nur 70 cm große Pferde, Zwergesel oder Zwergziegen können dort bewundert werden. In einem kleinen Terrarienhaus leben Pfeilgiftfrösche, winzige Echsen und auch eine Spaltenschildkröte ( Malacocherus torneri ) gehört zum Tierbestand. Bei all meinen voran gegangenen Besuchen ließ sich die Schildkröte nie sehen und war, festgeklemmt unter Steinplatten, nur zu erahnen. Deshalb war meine Freude groß, als ich die Schildkröte unter der Wärmelampe liegend vorfand und endlich auch fotografieren konnte. Das Terrarium teilte sie sich mit Kurzohr-Rüsselspringern, die auch in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet zu finden sin . Es ist aber auch gut möglich , dass es noch eine weitere Spaltenschildkröte gibt, die ich jedoch nur nicht entdeckt.

Neben den Minis leben im Zoo aber auch einige „normale“ Tierarten. So kann man in einem gepflegten Teich einige recht große Rotwangenschmuckschildkröten entdecken, die sich sicher auch auf Grund der niedrigen Gehegebegrenzung auf „wundersame Weise“ von Zeit zu Zeit vermehren. Zumindest vermute ich das, da ich bei diesem Besuch mehr Tiere entdecken konnte als im Jahr zuvor.

Keine sehr gute Lösung, aber immer noch besser als die Tiere in der Natur auszusetzen. Neben den gepflegten Grünanlagen fallen im Zoo auch einige große Tierskulpturen auf, die sich gut in das Gesamtbild der Einrichtung einfügen.
Wer sich auch für die etwas kleineren Wunder der Natur interessiert, für den dürfte ein Besuch bei den Minis ein großes Erlebnis sein.

Text und alle Bilder: Dietmar Meinel, Chemnitz, Oktober 2019. Alle Rechte beim Autor.

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