Bau einer neuen Überwinterungsgrube – Ein Bildbericht (Teil 1)

Von Nina Auwärter

 

Meine Tiere – zu Baubeginn hatte ich 0.2.0 THH und 0.2.2 THB inzwischen aber 0.2.0 THH und 0.4.2. THB, Platz reicht aber noch – haben, seit ich Schildkröten besitze, in einem Anbau am Haus gestarrt. Dies war anfangs mit nur mit einem Tier (das Tier hab ich in 3 Generation geerbt) auch praktikabel, aber mit zunehmender Anzahl der Schildkröten war dies nicht mehr ganz so einfach zu händeln. Nachdem wir den Anbau isoliert hatten, gab es dort auch nur noch an einer Stelle die notwendigen konstant niedrigen Temperaturen
Die Stelle war jedoch schlicht weg zu klein für eine Kiste in der Größe , in der sie inzwischen benötigt wurde. An den anderen Stellen im Anbau wurde es ständig zu warm, so dass die Kiste für einige Stunden nach draußen verbracht werden musste damit das Substrat wieder ankühlt. Nach einem Winter mit diesem Aufwand war mir klar: das mach ich nicht nochmal mit. Nachdem ich mich noch nie mit dem Gedanken anfreunden konnte, eine Starre im Kühlschrank durchzuführen war schnell klar: Es muss eine Grube her über kurz oder lang. Da im Frühjahr das Gewächshaus getauscht wurde, bot sich das ganze Projekt zu dieser Zeit an. Mir persönlich war wichtig das die Tiere sicher vor Fressfeinden sind und ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen muss und dass sich die Temperaturen gut halten. Nach langem Recherchieren fiel dann die Entscheidung gegen die einfache Lösung „Mörtelwanne eingraben“ und für die aufwendigere Lösung „alles betonieren“ Alleine der Geruch dieser Wannen hat mich so gestört, dass ich davon abgekommen bin, den Aufwand falls die Weichmacher irgendwann dahin sind und die Wanne brüchig wird, diese zu wechseln kam dazu. So ging es los mit dem Großprojekt

Als das alte Gewächshaus abgebaut war, war der perfekte Zeitpunkt zum Bau der Überwinterungsgrube, da wir dann Platz zum „werkeln“ hatten. Das neue Gewächshaus konnte dann einfach aufgebaut werden, nachdem die Grube fertig war.

Und es beginnt alles mit einem riesen Loch…

Als erstes wurde das Loch für die Grube von Hand ausgehoben.

Maße 1m x 1m x 1m

Es war ein ganz schön großes Loch und auch der Haufen Erde war nicht zu verachten.

Dann wurde die Erde am Boden der Grube verdichtet mittels eines selbst gebauten „Stampfers“.

Als nächstes kam handelsüblicher Schotter auf den Boden der Grube um eine Drainage Wirkung zu erzielen, damit Wasser ablaufen kann. Auch dieser Schotter wurde verdichtet.

Damit die Grube von unten gegen Fressfeinde gesichert werden konnte wurden Platten gelegt. Damit diese ausgerichtet werden konnten, wurde feiner Split verwendet.

So wurde der gesamte Bodenbereich mit 4 Platten nach unten hin gesichert.

Danach ging es an den Bau der Schalung. Als Material haben wir Palettenholz und sonstige Holzreste verwendet die wir vorrätig hatten. Das Ganze wurde mit Winkeln stabilisiert. Die Eisenstangen sind einzelne Teile von Einsengeflechten speziell für Betonarbeiten. Am Boden auf den Platten fixiert mit Montagekleber. Das Einsengeflecht ist wichtig für die Stabilität des Betons und dass dieser nicht reist.

Außen wurde alles stabilisiert da Beton eine gewaltige Kraft entwickelt.

Innen wurde ebenfalls stabilisiert gegen die Kraft des Betons. Hierzu haben wir Knochensteine und Platten verwendet die wir noch vorrätig hatten.

Als nächstes wurde der Beton von Hand gemischt um die Mischung zu erhalten die für unsere Zwecke die richtige Konsistenz hatte. Und dann hieß es: rein in die Schalung und hoffen das alles hält.

Nun wurde alles abgedeckt damit der Beton nicht der Sonne ausgesetzt wird und zu schnell trocknet.

Während der Zeit des Trocknens wurde der Beton immer wieder mit der Gießkanne nachgefeuchtet.

Umso langsamer der Beton aushärtet und trocknet, um so stabiler ist er am Ende.

Und nun hieß es warten…

Teil 2 hier

 

Text und Bilder: Nina Auwärter. Alle Rechte bei der Autorin

 

 

1 Kommentar


  1. Super gut, erinnert mich an meinen Bau, nur das ich die komplette Fläche unter meinem Doppelfrühbeet so gestaltete habe. Nun können sich meine Russen verbuddeln wo sie wollen. Klappt prima, schone seit Jahren.
    Ich kann die Quälerei der Aushubarbeiten nachvollziehen. Ist mörderisch. Aber für mich die natürlichste Überwinterung die man bieten kann.
    Bin sehr gespannt auf den 2. Teil.

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