Hund vs. Schildköte – Vorbeugen ist alles

Von Barbara Hentschke

Vor 3 Jahren zog meine große Tochter aus und ich konnte mir einen großen Traum erfüllen. Ein eigenes Terrarienzimmer nur für mich ganz alleine. Mit Couch, Bett und Fernseher und natürlich mit Terrarien für meine Spaltenschildkröten und für meine Testudo kleinmanni.
Ein wunderschönes Terrarium mit den Maßen 350 x 100 cm mit integriertem Schreibtisch wurde nach meinen Wünschen von einer Schreinermeisterin gebaut. So kann ich am Schreibtisch sitzend und auch auf dem Bett liegend meine Spaltenschildkröten beobachten. Auf der anderen Seite entstand ein schönes Terrarium für meine Testudo kleinmanni und dazwischen steht eine wunderschöne Couch.

 

Soweit so gut.

Vor einiger Zeit nahmen wir einen weiteren Hund auf, eine Jack Russel Terrier Hündin. Und es kam wie es kommen musste, sie entdeckte die Schildkröten. Am ganzen Körper zitternd war sie im Mordmodus und mir war klar, sie wird versuchen in das Terrarium zu gelangen. Zwei Schwachstellen gab es: zum einen könnte sie vom Bett auf den Schreibtisch springen und von dort das Terrarium erobern. Zum anderen könnte sie von der Couch sowohl in das Terrarium der Spaltenschildkröten springen als auch in das Terrarium der Testudo kleinmanni.

Hier war dringend Abhilfe geboten. Die Couch kann ich nicht wegnehmen, das ist der Lieblingsplatz meiner 14-jährigen Hündin. Und sie soll diesen auch in den letzten Lebensjahren auch noch innehalten dürfen.

Das Terrarium der Testudo kleinmanni wurde aufgelöst, dadurch steht die Couch jetzt weiter weg von dem Terrarium der Spaltenschildkröten. Ein Sprung von der Couch ins Terrarium wird nicht gelingen. Um den Reiz zu verringern wurde die vordere Glasfront des Terrariums abgeklebt. Ich habe mir im Terrarienladen Rückwandfolie gekauft und diese angebracht. Da es sich um eine grüne Landschaft handelt, kann ich gut damit leben.

Damit der Stuhl nicht als Treppe auf den Schreibtisch dient, muss dieser beim Verlassen des Zimmers weg vom Schreibtisch.

Eine 100×100 Stegplatte dient als Sprungschutz vom Bett auf den Schreibtisch. Nicht schön, aber wirksam. Die Platte wird eingeklemmt zwischen Matratze und Bettgestell. Ist in einer Minute erledigt. Und wie man auf dem Foto sieht, hat das Hündchen keine Chance mehr, auf den Schreibtisch zu gelangen.

Von dem großen Terrarium wurde ein Teil von 100x100cm abgeteilt und dort entstand ein neues Zuhause für die kleinmanni. Da das große Terrarium ja bisher nicht abgedeckt war, musste ich mir was einfallen lassen, wie ich diesen Teil oben verschließe. Entschieden habe ich mich für eine Makrolonplatte. Sie ist leicht und vergilbt nicht. Und sie fällt nicht auf.

Die Felspalten bei den Spaltenschildkröten musste ich neu verlegen, ansonsten blieb ihr Terrarium wie vorher. Sie haben jetzt zwar nur noch rund 2,5 qm Innengehege, was aber durchaus noch ausreichend ist.

Gefahr gebannt.
Es liegt jetzt also an mir, immer daran zu denken, den Sprungschutz anzubringen und den Stuhl wegzuschieben, sobald ich das Zimmer verlasse. Nicht der Hund ist schuld, wenn er eine Schildkröte als Kauknochen benutzt, sondern wir Menschen. Und wir müssen Sorge dafür tragen, dass nichts passiert.

Wer mehr über meine Haltung der Schildkröte wissen möchte, darf gerne mal meine Homepage Barbaras Testudofarm besuchen.

Text und alle Bilder: Barbara Hentschke. Alle Rechte bei der Autorin

3 Kommentare


  1. Hallo Astrid,

    AdLuminis SMD LED Deckenlampe 36 Watt.

    Kann man bei Amazon bestellen.

    Grüßle
    Barbara


  2. Barbara was sind das für große runde Lampen in deinem Terrarium?
    Danke und LG Astrid


  3. Hallo!
    Ein Zimmer MIT Terrarien ist eine super Sache. Ich halte meine Echsen auch in einem eigenen Zimmer, wo allerdings das gesamte Zimmer an sich zugleich noch ALS „Terrarium“ für meine Steppenschildkröten dient – ein „Zimmarium“ (eigene Wortschöpfung) sozusagen. Vielleicht ist das für manch einen auch mal eine interessante Sache, denn ganz alltäglich ist es wahrscheinlich nicht? ;)

    Viele Grüße
    Christiane

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