Wie viele sind es denn nun? Und was wird daraus?

Über die Naturbruten 2018 ist viel geschrieben und noch mehr diskutiert worden. In einem Zweiteiler habe ich im September auf dieser Seite einige sehr persönliche Anmerkungen zu diesem Thema veröffentlicht. Teil 1 und Teil 2 können Sie lesen, wenn Sie den Links folgen.
Langsam wird es Winter, die Diskussionen um dieses Thema sind weitgehend verebbt. Allerdings stellen sich zwei Fragen:

Wie viele sind es denn nun?
Was wird daraus?

Thorsten Geier, Verleger, Autor und Herausgeber der Zeitschrift Schildkröten im Fokus und ich wollen Licht ins Dunkel bringen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift finden Sie einen ersten Hinweis auf eine geplante Umfrage. Denn Schildkröten im Fokus und Testudowelt.de , namentlich also Thorsten und ich, wollen der es genauer wissen und haben daher diese anaölog-digitale Zusammenarbeit vereinbart.

Alle Schildkrötenhalter, die über eierlegende Weibchen verfügen, können sich daran beteiligen. Wir möchten wissen, wie hoch die Zahl der „Naturbruten“ (inkl. Gewächshaus- und Frühbeetbruten) 2018 war und welche Erfahrungen sie in den Vorjahren gemacht haben. Mitmachen sollten natürlich auch diejenigen, die zwar entsprechende Weibchen, aber keine „Überraschungsnachzuchten“ im Gehege hatten. War es wirklich ein „Big Bang“?

Denn nur, wenn viele Halterinnen und Halter mitmachen, können wir eine einigermaßen valide Aussage treffen, ob die Zahl der Naturbruten in diesem Jahr extrem hoch war, wie wir alle vermuten. Wir müssen sie auch in Relation zu der Zahl derer setzen, die dieses Jahr keine gehabt haben.
Falls es wirklich überdurchschnittliche Naturbruten gegeben hat, kann und sollte jeder Halter eierlegender Weibchen Strategien entwickeln, wie er in vergleichbaren Sommern zukünftig damit umgehen wird. Denn es steht zu vermuten an, dass sich solche trockenen, langen Sommer mit solchen Temperaturen wiederholen werden.
Das Handlungsspektrum reicht vom engmaschigen, regelmäßigen Absuchen des Geheges und der Frühbeete/Gewächshäuser, wenn man weitere Nachzuchten ausschließen will, über konsequente Isolation der Weibchen bis zur Kastration der Männchen. Oder, wenn man Nachzuchten haben will, es einfach „laufen zu lassen“ bis zum Absammeln der Eier und Überführen in einen Inkubator. Letztlich muss das jede/r Halter/in selbst entscheiden.

Derzeit arbeiten wir an einer Online-Umfrage, die voraussichtlich zum Ende des Jahres hin zur Verfügung steht. Wir werden Sie rechtzeitig informieren und noch einmal einladen, an dieser Umfrage teilzunehmen.
Schön wäre es auch, wenn Sie uns dann die Erlaubnis erteilen, Sie in einigen Jahren noch einmal zu kontaktieren. Wir sind sehr gespannt, wie das Geschlechterverhältnis dieser Naturbruten dann tatsächlich aussieht.
Das würden wir später gerne abfragen.
Sind es wirklich alles Männchen geworden, wie unermüdlich in den einschlägigen Facebook-Diskussionen immer wieder spekuliert wird?
Oder befinden sich unter diesen Tieren auch Weibchen – und wenn ja: wie hoch ist der prozentuale Anteil und unter welchen Bedingungen sind sie bebrütet worden. Gewächshaus, Frühbeet oder Gehege?

Es wird auf jeden Fall spannend. Die Zwischenergebnisse werden wir im kommenden Jahr veröffentlichen, die Ergebnisse der Geschlechterverteilung natürlich erst in einigen Jahren.

Vielleicht finden wir ja 1.000 Halterinnen und Halter mit und ohne Naturbruten 2018, die an der Aktion teilnehmen. Mit dieser Ankündigung und einem mehrseitigen Beitrag in der Zeitschrift Schildkröten im Fokus wollen wir schon jetzt auf die kommende Umfrage hinweisen.

Und noch ein Hinweis zum Datenschutz: Die Teilnahme an der Umfrage kann anonym erfolgen, es wäre aber sinnvoll, wenn alle, die mitmachen, eine valide Mail-Adresse hinterlegen, damit wir später rückfragen können, welches Geschlecht die Tiere haben. Und es wäre Klasse, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dies auch weiter verfolgen, wenn sie selbst die Tiere gar nicht mehr besitzen.
Die Mail-Adressen werden für keinen anderen Zweck genutzt als den angegebenen und werden definitiv nicht weitergegeben. Nach Beendigung der Umfragen werden die Mail-Adressen selbstverständlich gelöscht. Alles weitere finden Sie später in dem Online-Fragebogen.

 

5 Kommentare


  1. Hallo,mir sind meine 3 Naturbruten ,Ende September,durch Zufall im Gewächshaus vor die Füsse gelaufen.Die Unterseite war noch offen,so das sie erst 2-3 Tage alt sein könnten.Wogen 7-9 gr.


  2. Hallo Thorsten und Lutz,

    es wäre super – falls nicht ohnehin geplant -, wenn ihr auch Emys bzw. andere im Gartenteich lebende Schildkrötenarten aufnehmen würdet (insbesondere Emys-Konkurrenten wie Rot- und Gelbwangen). Es gibt sonst – meines Wissens nach – leider keine entsprechende Untersuchung und das Wissen ob und wo in Deutschland Nachzuchterfolge möglich sind, wäre auch für Wiederansiedlungsprojekte von großem Interesse. Hier wäre es dann noch besonders interessant zu wissen, ob der Haplotyp oder die regionale Herkunft der (Emys-) Zuchttiere bekannt ist, um die wievielte Eiablage des Weibchens in dieser Saison es sich handelt und ob die Schlüpflinge noch im Herbst oder erst im Frühjahr die Nisthöhle verlassen haben, was ja bei einigen Schildkrötenarten möglich ist. Darüberhinaus wäre die Postleitzahl des Brutplatzes interessant, um in etwa zu erfahren, wo Wiederansiedlungsprojekte eine reale Chance haben. Dazu muss es ja nicht jedes Jahr Nachzuchterfolg geben, aber doch wenigstens in „guten“ Sommern.

    Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt…

    Gruß, Editha


  3. Hallo, ich habe im Sommer bei der Reinigung der Frühbeet 3 Eier gefunden,die in 2-3 Wochen zum Schlupf gekommen wären. Ich habe mir Schaufel die Erde ausgetauscht und dabei das Gelegenheit leider zerstört. Gerechnet habe ich damit nicht,zumal ich von den Weibchen 3 Gelegenheit pro Tier angesammelt habe…Bis auf Eine,da hatte ich nur 2 Gelege. Naturbruten habe ich im August/ September im Aussengehege gefunden. 2 habe ich (nach Fund des Nestes) beim Schlupf beobachtet.insgesamt also 3 Tiere. Eine Woche später noch einmal 2 Tiere. Ich vermute das eine juvenile das erste mal gelegt hat.


  4. Hallo, ich habe 2018 das erste Mal 5 Naturbruten im Frühbeet gefunden, bei immer gleichen Gegebenheiten. Ich möchte gerne an der Umfrage teilnehmen und bin auf das Ergebnis gespannt. HG Gabi


  5. Ich habe dieses Jahr 12 Naturbruten und würde bei der Umfrage gerne mitmachen ich weiß aber nur noch nicht wie

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