Fakten gegen Fake-News – Die dght hat sie zusammengestellt – Teil 1

Wildtierhaltung ist ein viel diskutiertes Thema hierzulande, Gefahrtierhaltung umso mehr. Besonders im Focus und in der Kritik stehen in diesen Diskussionen Tierarten, die eben nicht auf einen hohen Sympathiewert in der Bevölkerung zählen dürfen, allen voran die Terrarientiere (i.d.R. Reptilien, Amphibien, Spinnentiere und Insekten). Urängste und Ekel gegenüber Schlangen und Spinnen, Fröschen und Kröten, wie sie eben in der Bevölkerung zum Teil vorhanden sind, spielen bei diesen  Diskussionen schnell eine gewichtige Rolle: Das Verständnis gegenüber Terrarianern, die solche Tiere halten, ist relativ gering. Von Toleranz, Akzeptanz oder gar Anerkennung ganz zu schweigen.
Klar: Das gibt es auch – aber das Verständnis für Menschen, die Reptilien halten, ist nun mal ungleich niedriger als gegenüber denen die Kaninchen, Meerschweinchen, Sittiche oder Goldfische ein Zuhause geben. Hunde oder Katzen brauchen wir in diesem Zusammenhang erst gar nicht aufzuführen.
Stimmen wie „Das muss man doch nun wirklich nicht halten“, unterstützen Tierrechtsorganisationen wie Peta oder ProWildlife in ihrem unermüdlichen Kampf, Gesetzesgrundlagen zu fordern, die die Haltung dieser Tiere zuerst einschränken und dann im optimalen Fall schließlich ganz verbieten. Dabei ist die Terraristik nur die schwächste Flanke, sozusagen das Einfalltor in die zunehmende Einschränkung der Tierhaltung in Privathand.
Darüber ist oft geschrieben worden.
Im April und Mai hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde sehr offensiv Fakten zusammengestellt und veröffentlicht, um sich mit den Argumenten der Tierrechtler auseinanderzusetzen und diese auch zu widerlegen. Denn wie heutzutage üblich, wird die öffentliche Diskussion sehr emotional aufgeheizt mit Fake News, manipulativen Behauptungen, Halbwissen und populistischer Stimmungmache geführt – und zwar von Seiten der Gegner der Terraristik. Das fällt auch nicht weiter schwer.

Wer nun glaubt, als Schildkrötenhalter aus dieser Diskussion außen vor zu sein, der irrt. Wie gesagt: Die Terraristik ist nur der schwächste Teil der tierehaltenden Bevölkerung, der mit der geringsten Lobby und der geringsten Rückendeckung in der Bevölkerung. Zudem darf man nicht vergessen, dass Schildkröten als Reptilien hier durchaus eine bedeutende Rolle spielen, Schildkrötenhalter machen sicher einen sehr großen Anteil unter den Terrarianern aus, selbst wenn die Halter Europäischer Landschildkröten sich selbst gar nicht so sehen, weil sie diese im Garten halten. Ein Außengehege ist aber auch nichts anderes als ein Freilandterrarium. Und eine Schildkröte ist nun mal ein Wildtier und kein Haustier, selbst wenn manche Leute das ganz anders beurteilen.
Das Ganze erschwert sich dadurch, dass viele dieser gehaltenen Tiere unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen und als bedrohte Arten besonderen Regelungen, was den Besitz und den Verkauf betrifft, unterliegen. Auch hier sind Schildkrötenhalter betroffen.

In zehn aufeinander folgenden kleinen Beiträgen hat die dght Fakten gegen alternative Wahrheiten, tatsächliche und dokumentierte Zahlen gegen Behauptungen veröffentlicht. Auf unsere Bitte hin dürfen wir diese zehn Fact-Sheets an dieser Stelle wiederveröffentlichen.
Wir tun dies in zwei Teilen. Heute die Fact-Sheets 1-5, morgen dann die Fact-Sheets 6-10.

Quelle der Grafiken: www.dght.de/fakten.
Die Nutzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der dght.

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