Auf Schildkrötensafari mit Elke Wallrapp (Folge 43)

Was mich an den Niederlanden persönlich so fasziniert, ist die Tatsache, dass in vielen Städten Kunstobjekte im öffentlichen Raum zu finden sind. Diese sind sehr unterschiedlich und auf Plätzen, auf Grünflächen, am Straßenrand und auch an den Häuserfassaden zu finden. Leider sind es nicht nur Schildkröten.

Bei unserer nächsten Schildkrötendarstellung handelt es sich wieder um eine Fassadenverzierung.
Sie hat nichts mit einem „Giebelstein“ gemein, ist aber trotzdem sehenswert.

In einem Wohngebiet, am Stadtrand von Den Haag, befindet sich an der Ecke der „Leggelostraat“ und der breiteren „Melis Stokelaan“ ein Mehrfamilienhaus. Dieses hebt sich von den anderen Häusern durch seine auffallende Fassadenverzierung ab, auch wenn ein paar Bäume diese etwas verdecken.
Auf der schmaleren Seitenwand des Hauses können wir sechs riesengroße Tierreliefs ausmachen. Sie sind fest in der Ziegelsteinfassade verankert und aus Beton gefertigt, der mit glänzenden Steinchen durchsetzt ist.

Ganz unten ist ein Bär neben einem Baum zu sehen – dieses Kunstwerk ist ca. 2,60 m hoch und hat angeblich ein Gewicht von 1000 Kilo. Nach oben hin folgen dann ein Specht, ein Schwalbennest, eine Landschildkröte, eine Schnecke und ein Storch.
Die Schildkröte ist seitlich, auf einer Wiese stehend, dargestellt. Einige Grashalme und zwei Blüten ergänzen das Relief.

Schauen wir uns die Tierdarstellungen genauer an, können wir erkennen, dass sie nach oben hin kleiner und damit wahrscheinlich auch leichter werden.

Dieses monumentale Kunstwerk wurde von Gerardus Hermanus (Gerard) van Remmen (1920 – unbekannt), ein niederländischer Bildhauer, im Jahr 1955 gefertigt und dort installiert. Seine Arbeiten wurden oftmals von Schulen, Wohnungsgesellschaften und der Regierung in Auftrag gegeben.

 

Text und Fotos: Elke Wallrapp. Alle Rechte bei der Autorin.

1 Kommentar


  1. Liebe Frau Wallrapp,
    vielen Dank für die neue Safari-Folge. Ich lese Ihre gut recherchierten Berichte immer mit großem Interesse und staune oft, was Sie so alles entdecken. Kleine Anmerkung zum 1. Absatz: „Leider“ sind es nicht nur Schildkröten würde ich in Anführungsstriche setzen; sonst wär es ja bei aller geteilten „Liebe“ im Erscheinungsbild unserer Städte doch etwas langweilig.
    Herzlichen Gruß
    Klaus Lurati

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