Gehegebau – eine Bilddokumentation von Martin Lauper

Von Martin Lauper

Schnell gebaut, auf den ersten Blick sehr schön, aber leider nicht artgerecht.

 

Vor ein paar Tagen hat uns Martin Lauper eine umfangreiche Dokumentation seines Gehegebaus zugeschickt. Wie die „Jungfrau zum Kinde gekommen ist“, sah sich Martin Lauper plötzlich als Halter mehrerer Griechischer Landschildkröten – die Tiere alle „Scheidungskinder und -opfer“. Martin Lauper war als Gartenbesitzer gefordert, vier jungen Griechischen Landschildkröten schnell ein zuhause zu geben. Ohne Kenntnisse, ohne Vorbereitung, ohne Zeit.
Die Dokumentation ist umso beeindruckender, da sie einen wunderbaren Vergleich „vorher – nachher“ erlaubt. Denn nachdem das erste Gehege schnell errichtet war, hat sich Martin Lauper eingelesen, Fachbücher gekauft, im Internet recherchiert und mit den Schildkrötenfreunden Basilienses Kontakt aufgenommen. Schnell ist er Mitglied in dem Verein geworden, hat sich Tipps und Ratschläge von erfahrenen Haltern geben lassen und festgestellt, dass sein erster Versuch zwar optisch ansprechend war, aber den Schildkröten keine artgerechte Unterbringung ermöglicht hat. Also hat Martin Lauper noch einmal ganz von vorne angefangen das Gehege von Grund auf schildkrötengerecht umgebaut.
Wobei: „umgebaut“ trifft es eigentlich nicht. Martin Lauper errichtete um das alte Gehege herum ein neues und ließ das alte erste Gehege einfach im neu angelegten „verschwinden“. Aber sehen Sie selbst:

Aller Anfang ist schwer, wenn man „über Nacht“…
ein Gehege für vier junge Schildkröte bauen muss…
…und fast keine Vorkenntnisse hat.
Der Neubau wird in Angriff genommen.
Mit einer festen Einfriedung geht es los. Die Steinwahl war nicht ganz einfach: Granit, Jurastein etc ? Die Wahl fiel schlussendlich auf Löffelstein. Es war keine Frage der  Ästhetik sondern löste das Problem, wohin  den Aushub zu ensorgen. Kosten für Mulden und Wegführung fielen somit weg!!!
Die Grasnabe und Humus von ca. 10- 30 cm wurden entfernt.
Schildkrötentaugliche Pflanzen wie z.B Malve, Rosmarin, Lavendel etc. wurden eingesetzt.
Ein Kalksteinboden  aus verschieden großen Kalksteinen und Brocken wurde eingebracht. Auf  Splitt wurde wegen der Verschluckungsgefahr und evlt. daraus resultierender Darmverschlüssse verzichtet.
Danach das Sahnehäubchen: Das neue Wohnhaus. Eine 2 Meter lange und 80cm tiefe Grube in lehmhaltigem Boden war die große Herausforderung – und alles von Hand, da der Ort für keine Maschine erreichbar war.
Die Bodenfläche wurde mit einer Betonschicht abgedichtet.
Die Mauern wurden mit Schalungssteinen (gefüllt mit Zement und Splitt) erstellt. Fertig war der Keller des Schlafhauses. Danach wurde die Grube mit Erde und Humus aufgefüllt.
Auf das Fundament wurde das Schildkrötenhaus gestellt. Das Dach besteht aus vier Deckeln und zwei automatischen Lüftern..
Noch sah alles „furchtbar“ karg aus, und dass, obwohl ich bis jetzt schon 3 Monate tätig war.
Nach einiger Zeit kann man schon viel von Pflanzen und Struktur sehen. Und mit etwas Geduld…
wird sich das Gehege nach und nach…
von ganz allein begrünen.
Es ist immer wieder schön, wenn die Tiere…
ihr neues Gehege genießen und sich dabei auch der Mensch erfreuen kann – sei es an den Tieren oder an seinem Garten.
Und hier ein Teil meiner „Viererbande“, die Nutzer des neu erstellten Geheges.“
Hoffentlich ist der Winter bald vorbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Text und alle Bilder: Martin Lauper. Alle Rechte  beim Autor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar


  1. Unser Dank geht an Martin Lauper für die Bereitstellung von Bild- und Textmaterial für diese Dokumentation.

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