Auf Schildkrötensafari mit Elke Wallrapp (Folge 53)

Fast jeder Dresden Besucher schließt während seines Aufenthaltes Bekanntschaft mit der „Weißen Gasse“. Sei es auf dem Weg zur Besichtigung der Kreuzkirche, des Rathauses, des Gänsediebbrunnens oder einfach weil er Hunger und Durst hat.
Denn die Fußgängerzone „Weiße Gasse“ und ihre angrenzenden Gässchen beherbergen viele Bars und Restaurants. Hier befindet sich ein Kneipenviertel in der Nähe der vielen bekannten Sehenswürdigkeiten.

Auch wir waren natürlich hier unterwegs und wurden für unseren Besuch belohnt!
Denn am Ende der weißen Gasse (Hausnummer 2), an der Ecke zur Kreuzstraße, befindet sich ein ganz normales Lokal mit einem überdachten Säulengang davor. Dieser wird für Sitzgruppen genutzt und ist bei heißen Sommertemperaturen recht angenehm. Wahrscheinlich setzten wir uns genau deswegen dorthin.
Von hier konnten wir das Geschehen in der „weißen Gasse“ beobachten und die vier quadratischen Säulen genauer betrachten.
Denn diese sind etwas Besonderes.
Die aus Platten des „Theumaer Fruchtschiefers“ bestehende Oberfläche der Säulen wurde nämlich mit unterschiedlichen Motiven aus der Natur verziert.
Wir entdecken Blumen und Blüten, eine Schnecke, einen Pfau, Fische und auf einer Säule mehrere Schildkrötendarstellungen.
Alle Schildkröten werden von der Seite gezeigt, sind leicht stilisiert, verschieden groß und mit einem Reliefwechsel (flache und erhabene Bereiche) gestaltet.
Die Ausführung erfolgte durch den Bildhauer „Wieland Förster“ (geb.1930), den Bildhauer „Reinhard Dietrich“ (1932-2015) und den Steinbildhauer „Egmar Ponndorf“ (1929-2015).

Text und Fotos: Elke Wallrapp. Alle Rechte bei der Autorin.

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