Auf Schildkrötensafari mit Elke Wallrapp (Folge 48)

Wenn wir das Wort „Alpen“ hören, verbinden wir es sofort mit Berge, Gletscher, Wandern… und auf gar keinen Fall mit einer Schildkröte.
Und doch gibt es einen Bezug, allerdings mit der Gemeinde „Alpen (Niederrhein)“, in der Nähe von Xanten.

Mitten im Ort, vor der evangelischen Kirche – der ältesten reformierten Pfarrkirche Deutschlands, befindet sich ein Denkmal von Kurfürstin Amalia von Neuenahr-Alpen (deren weitere Titel ich hier nicht aufzähle) mit angelehntem Allianzwappen, einem sitzenden Mädchen und einer Landschildkröte. Die Statuen stehen auf einem sich erhöhenden Rondell aus Pflastersteinen und sind aus Bronze gefertigt.

Das Monument wird von einer Erklärungstafel, ebenfalls aus Bronze, begleitet. Diese stammt aus dem Jahr 2005 der evangelischen Kirchengemeinde von Alpen.

Kurfürstin Amalia wurde 1539 auf dem Schloss in Alpen geboren. Sie wurde lutherisch erzogen und wird als eine liebenswerte, hilfsbereite und kinderliebe (Bezug zum sitzenden Mädchen) Herrscherin beschrieben.
Nicht immer lebte sie in ihrer Heimatstadt, durch Vermählungen und Regentschaften wechselte sie ihren Aufenthaltsort einige Male.
Zum Schluß lebte sie wieder in Alpen, starb 1602 dort und wurde in der Gruft unter der Grabkapelle der evangelischen Kirche in Alpen beigesetzt.

Nur was hat die Schildkröte damit zu tun?
Auch das wird natürlich erklärt!
Sie wird als „Sternschildkröte“ beschrieben und steht für das ausgeprägte naturkundliche Interesse der Kurfürstin. Amalia wollte immer eine „ostindische“ Schildkröte besitzen und bekam sie, laut der Hinweistafel, auch.

Das Denkmal wurde von dem Künstler „Hans-Peter Fonteyne“ erschaffen und die Herstellung erfolgte durch die Bronzegiesserei „Butzon & Bercker“ in Kevelaer.

Das war die letzte Schildkröte in diesem vierten Jahr der Schildkrötensafari. Ich hoffe die zwölf Folgen haben Ihnen wieder gefallen und Sie erfreuten sich an der Vielfalt der Schildkrötendarstellungen.

Im kommenden Jahr bleiben wir die ersten sechs Monate im östlichen Deutschland. Dort gibt es sehr viele, wunderschöne und auch einzigartige Schildkrötendarstellungen, von denen wir uns einige ansehen werden.
Im zweiten Halbjahr begeben wir uns nach Frankreich – auch dort gibt es viele Schildkröten zu entdecken.

Seien sie gespannt und bleiben sie mir und Testudowelt treu.

 

Text und Fotos: Elke Wallrapp. Alle Rechte bei der Autorin.

1 Kommentar


  1. Danke, Elke Wallrapp!
    Gruß
    Hannelore

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