Auf Schildkrötensafari mit Elke Wallrapp (Folge 47)

Diesmal sind wir in Koblenz unterwegs.

Unweit der Fußgängerzone, in der Fischelpassage, entdecken wir einen sehr interessanten und lebendigen, mit vielen kleinen Details versehenen, Brunnen – den Erfinderbrunnen.

In einem flachen Becken befindet sich ein großes Boot, das an die „Arche Noah“ erinnert.
Viele Tiere schauen uns entgegen.
Manche können wir an Deck ausmachen und andere sind in den kleinem Fenstern und Bullaugen versteckt.
Erstaunlich ist die Vielfalt – neben einheimischen Tieren, wie z. B. Hund, Maus, Schaf, Kaninchen, können wir aber auch exotische Tiere (Löwe, Giraffe, Schlange) ausmachen.
Sie werden alle von Wasserstrahlen und -spritzern umsprudelt, die von unterschiedlich großen, beweglichen Wasserrädern auf dem Deck des Bootes herrühren.
Vielleicht soll diese Arche Noah die Vielfalt der Schiffe auf dem Rhein und der Mosel und deren unterschiedlichsten Ladungen reflektieren. Vorstellen könnten wir es uns!

Auffällig sind auch, die am Brunnenrand befindlichen Fantasietiere aus Bronze. Diese drei Skulpturen sollen an die Erfinder des Landkreises Koblenz erinnern.

Zu sehen ist ein Fisch mit Motor (steht für den Motorenbauer „Nicolaus Otto aus Holzhausen“), ein Vogel mit Flugzeugtragflächen und Fahrwerk (erinnert an den Piloten und Flugzeugkonstrukteur „Carl Clemens Bücker“) und natürlich eine Schildkröte!
Sie ähnelt einem runden, gefälligem Auto. Sie hat Räder statt der Beine, sowie Fenster und Türen auf dem Panzer bzw. der Karosserie.
Die abgewandelte Schildkröte steht für den Maschinenbauer und späteren Gründer der Automobilunternehmen Horch und Audi „August Horch“ aus Winningen.

Gefertigt wurde der Brunnen von dem deutschen Bildhauer und Medailleur „Gernot Rumpf“ (*1941). Er wurde 1983 errichtet und war ein Geschenk zum 150jährigen Bestehen der IHK an die Bürger der Stadt Koblenz.

 

Text und Fotos: Elke Wallrapp. Alle Rechte bei der Autorin.

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