Grundsanierung unseres Schildkrötengeheges

Seit 2006 halten wir Griechische Landschildkröten, inszwischen sind es sieben Exemplare der Westrasse Testudo hermanni hermanni. Zwei Tiere werden jetzt 12 Jahre alt, die anderen fünf sind sieben Jahre alt. Bezüglich der Geschlechterverteilung scheinen wir mehr als nur Glück gehabt zu haben, sechs Mädels und ein Kerl. Die 2005er Mädels legen seit drei Jahren fleißig Eier und sind bei einem Gewicht zwischen 700 und 800g angekommen.
Die 2010er liegen im Gewicht zwischen 300 und 700g wobei alle unter gleichen Bedingungen leben. Da zeigt sich gut, wie groß der Spielraum ist und wie unterschiedlich jede Schildkröte für sich ist. Mittlerweile leben alle zusammen in einem knapp 50m² großen Gehege mit angrenzendem Wintergarten. Die Tiere haben im Wintergarten ca 7m² für sich und verbringen auch ihre Winterstarre dort.

Unsere Schildkröten

Nachdem unser Schildkrötengehege nun seit sechs Jahren stand und wir trotz viel Mühe und Zeit immer mehr mit Gras zu kämpfen hatten, musste nun ein neuer Plan her. Bisher hatten unsere Tiere nur einen Teil des Geheges und „wir“ zusätzlich eine Futterwiese.
Aber die Futterwiese gab eigentlich nicht viel Futter her. Sie bestand hauptsächlich aus Gras und Schachtelhalm. Auch das Gehege war schnell leer gefressen. Hier ein paar Bilder unserer Futterwiese im alten Gehege…

Gehege vor der Sanierung
Gehege vor der Sanierung 2

Der Plan war nun eine Grundsanierung.
Wir wollten alle Pflanzen inklusive der oberen Erdschicht abtragen, dazu fuhren wir 30 Schubkarren voll beladen aus dem Gehege. Anschließend musste der Boden komplett umgegraben werden und wir kämpften gegen alle Wurzelreste, die sich finden ließen.

Abtragen der Krautschicht 1
Abtragen der Krautschicht 2

Nun mussten wir die gewünschte neue Höhe im Gehege modellieren und ein paar größere Büsche und Stauden neu auf der Fläche verteilen. Da wir ca. ein Drittel der Fläche mit Kalksteinschotter gestalten wollen, welchen wir dann ca. 15 bis 20 cm dick einbringen wollten, ließen wir für die Höhengestaltung auf diesen Flächen gleich „Gräben“. Bevor wir die Gräben mit dem Schotter verfüllten, legten wir darunter ein Unkrautvlies, um den Wurzeln von Quecke und Schachtelhalm zuvorzukommen. Zumindest durch die Steinflächen sollten die sich nicht wieder mogeln…

Anschließend bestellten wir sechs Tonnen Kalksteinschotter, die in Bigbags per Spedition aus dem fast 600 km entfernten Steinbruch bei Heidenheim geliefert wurden. Per Schubkarre fuhren wir dann alles nach und nach ins Gehege.

Jetzt ging es noch ans Gestalten: Ein paar große Steine verteilen, ein paar neue Pflanzen noch dazu und ganz viel Aussähen. Den Rest muss jetzt die Natur erledigen. In der Hoffnung, dass diesmal mehr von dem wächst, was da auch wachsen soll…

Das Thema Netz hat uns lange beschäftigt. Denn eigentlich wollten wir die gut 50 m² nicht wieder übernetzen. Zum Schutz gegen Elstern und Krähen haben wir uns nun aber doch dafür entschieden. Damit der Garten nicht wie ein Gefängnis wirkt, wollten wir das Ganze allerdings etwas filigraner gestalten als zuvor: Vier lange Balken, dazwischen Seil spannen und das Netz drüber legen. An den Seiten noch fest spannen und fertig wars. Uns gefällt das Ergebnis.
Die Schildkröten sind geschützt, wir fühlen uns nicht wie im Gefängnis und durch die Höhe des Netzes können die Pflanzen ungehindert wachsen. Nun müssen wir nur noch geduldig warten bis das Gehege nicht mehr so kahl aussieht. Auch die Kalkschotterbereiche sind mit etwas Erde vermischt und auch dort können Futterpflanzen wachsen.
Mal sehen wie das Ganze nun in zwei oder drei Monaten voll bewachsen aussehen wird…

 

Text und Fotos:  Jenny und Christian L.

In zwei Wochen zeigen wir Ihnen, wie das Gehege drei Monate später aussieht.

 

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